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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Amerika Jamaika

Länderinformation über Jamaika 

Landschaft
Klima
Fauna/Flora
Politik/Geschichte
Wirtschaft
Kultur

Landschaft


Jamaikas Landschaft ist hügelig, der höchste Berg ist der Blue Mountain mit 2256 m. Die Küstenstreifen sind schmal und verfügen über kilometerlange weiße Sandstrände. Das Land wird von 120 Flüssen bewässert, ein großes zentrales Plateau, fruchtbares Ackerland, Wasserfälle und dichte tropische Wälder sind weitere charakteristische Merkmale.

Klima


Das Klima ist in der Küstenregion tropisch, in den Bergen gemäßigt und kühler. Durch das tropische Meeresklima kommt es nur zu geringen Temperaturschwankungen. Das Wetter kann sich aber schnell ändern, vor allem in der Regenzeit von Mai bis Dezember. Zwischen Juni und November bedrohen Hurrikans die Region, Jamaika ist allerdings nicht so oft betroffen.

Fauna/Flora


Eine üppige und vielfältige Vegetation kennzeichnet Jamaikas Pflanzenwelt. Zu den einheimischen Bäumen gehören Zeder, Mahoe, Mahagoni, Blauholz, Rosenholz, Ebenholz, Fächerpalme, Kokospalme und Pimentbaum. Eingeführte Arten wie der Mangobaum, Brotfruchtbaum und Bananengewächse gedeihen ebenfalls auf der Insel und werden in Plantagen angebaut. Zur Tierwelt Jamaikas gehört, wie auf allen Westindischen Inseln, ein überaus vielfältiges Spektrum an Vogelarten. Papageien, Kolibris sind ebenso wie grüne Todis besonders zahlreich vertreten.

Politik/Geschichte


Christoph Kolumbus entdeckte die Insel 1494 während seiner zweiten großen Entdeckungsreise und 1509 wurde sie spanische Kolonie. Eine englische Flotte unter der Führung von Sir William Penn eroberte Jamaika im Jahre 1655. Offiziell wurde die Insel 1670 durch die Bestimmungen des Vertrags von Madrid der englischen Krone zugesprochen.

Ende des 17. Jahrhunderts kam eine wachsende Zahl englischer Einwanderer auf die Insel, die mit der Zeit zu einem wichtigen Zentrum des Piratenwesens in der Karibik wurde. Die Zuckerplantagenwirtschaft entwickelte sich schnell und infolge des enormen Bedarfs an Arbeitern wurden afrikanische Sklaven ins Land geholt. Jamaika wurde zu einer weltweit bedeutenden Drehscheibe für den Sklavenhandel.

Im 18. Jahrhundert kam es zu Sklavenaufständen, die von der Regierung allesamt niedergeschlagen wurden und erst am 1. August 1838 setzte das Parlament der Sklaverei ein Ende. 1962 errang Jamaika die Unabhängigkeit von Großbritannien und die Jamaica Labour Party (JLP) gewann die Wahlen vom April des Jahres. Ihr Führer, Sir Alexander Bustamante, wurde Premierminister. 1967 trat er zurück und Hugh Lawson Shearer wurde sein Nachfolger. Nach den Wahlen 1972 kam die People's National Party (PNP) mit Michael N. Manley an die Macht. Er wurde 1980 abgewählt und der vormalige Finanzminister Edward Seaga von der JLP bildete eine Regierung.

Im September 1988 verursachte der Hurrikan Gilbert einen auf acht Milliarden US-Dollar geschätzten Schaden; etwa 500.000 Jamaikaner wurden obdachlos. Die PNP gewann 1989 die Mehrheit im Parlament; Manley kehrte an die Macht zurück. Vor seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im März 1992 führte er eine Politik der freien Marktwirtschaft ein. Percival J. Patterson, sein Nachfolger als Premierminister und Anführer der PNP, gewann ein Jahr später die Wahl und steht auch heute noch an der Regierungsspitze.

Wirtschaft


Über 20% aller Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, Hauptanbauprodukt ist Zuckerrohr. Weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Bananen, Zitrusfrüchte, Tabak, Kakao, Kaffee, Kokosnüsse, Mais, Pfeffersorten, Ingwer, Mangos, Kartoffeln und Pfeilwurz. Aus Jamaika stammt zudem beinahe der gesamte Weltbedarf an Piment. Die Fertigung industrieller Güter gewinnt für die jamaikanische Wirtschaft an Bedeutung. Die Regierung hat Vergünstigungen wie zollfreie Einfuhr und Steuererleichterungen gewährt, um die Industrie zu fördern.

Neben der angestammten Nahrungs- und Genussmittelindustrie wurden Unternehmen, die u. a. Textilien, Schuhe, Farben, Landwirtschaftsmaschinen, Transistorradios, Zement und Kunstdünger herstellen, angesiedelt. Die Erdölraffinerie in Kingston erzeugt genügend Brennstoff, um die Hälfte des nationalen Bedarfs zu decken. Die Arbeitslosigkeit lag 2003 bei durchschnittlich 13,1%, die Inflationsrate belief sich auf 16,7%. ansiedeln.

Kultur


Britische und afrikanische Einflüsse spiegeln sich in der Kultur des Landes wider. Der Reggae wurde durch Bob Marley und andere Musiker populär. Diese Musikrichtung beeinflusst bis heute die internationale Pop- und Rockmusik.

Musik ist vor allem in der Hauptstadt Kingston sehr präsent. Dort entwickelte Bob Marley auch seinen Reggae, der Elemente populärer Musik mit Rhythm & Blues verbindet. Er entstand in den 1960iger Jahren im Stadtteil Trenchtown, in dem Marley lebte. Trenchtown ist ein Viertel der armen Bevölkerung, dessen Name sich von einem nahe gelegenen Entwässerungsgraben ableitet. Es wurde auch ein Museum zu Bob Marleys Ehren eingerichtet.

Die Nationalgerichte sind gesalzener Fisch, Ziegenfleisch mit Curry und Pfeffertopfsuppe. Luftgetrocknete und gewürzte Schweine- und Hühnerfleischstreifen sind ein jamaikanische Spezialität und über die Grenzen hinaus ebenso bekannt wie der aus dem Saft des Zuckerrohrs hergestellte Rum.



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