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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Amerika Kanada

Länderinformation über Kanada 

Landschaft
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Politik/Geschichte
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Landschaft


Kanada kann in fünf landschaftliche Großräume unterteilt werden: die Großen Seen, die Tieflandgebiete des Sankt Lorenz-Stromes, den Kanadischen Schild - eine Region mit sandigen Böden und dichten Wäldern -, die Ebenen im Landesinneren und den Kanadisch-Arktischen Archipel.

Die höchste Erhebung des Landes ist der Mount Logan im Yukon-Territorium mit 5.951 m. Zu den wichtigsten Flüssen zählen der Yukon und der Mackenzie im Westen des Landes und der Sankt-Lorenz-Strom, der in die großen Seen mündet, im Osten.

Klima


Die Gebirgsregionen werden durch das typische Höhenklima gekennzeichnet, der Süden des Landes ist von Schneefällen im Winter und von relativ kühlen Sommern geprägt. Nördlich der Baumgrenze dominiert feuchtes subarktisches Klima mit kurzen Sommern und einer nahezu sechs Monate bestehenden Schneedecke. Im Gebiet des arktischen Archipels herrschen Dauerfrost, Schnee und Eis.

Fauna/Flora


Zu den häufigsten Baumarten Kanadas zählen Weißkiefer, Kanadische Weißfichte, Schwarzfichte, Balsam- und Douglas-Tanne, Rotzeder und Zuckerahorn.

Zu den verbreitetsten Tierarten zählen Grizzlybär, Schwarzbär, Braunbär, Eisbär, Biber, Bison, Wolf und Elch. Zudem gibt es 500 Vogelarten, darunter den Amerikanischen Graureiher und die Kanadagans.

Politik/Geschichte


Zu den Ureinwohnern des heutigen Kanada zählen die Inuit oder Eskimo, die zusammen mit anderen Indianervölkern asiatischen Ursprungs über das Land verstreut lebten. Ende des 15. Jahrhunderts erreichte Giovanni Caboto Neufundland (oder Nova Scotia) und legte so den Grundstein zur Kolonisierung durch die Briten.

1534 beanspruchte Jacques Cartier die Gebiete am Oberlauf des Sankt Lorenz-Stromes im Namen Frankreichs, was bis zum 19. Jahrhundert Konflikte und eine wechselnde Herrschaft der Briten und Franzosen über das Gebiet mit sich brachte. Nach der Unabhängigkeit der USA nahm die britische Krone mehr als 50.000 königstreue Flüchtlinge in Nova Scotia und entlang des Sankt Lorenz-Stromes auf. Diese Flüchtlinge stellten an den König verschiedene Forderungen, die ihn 1784 zur Gründung der Provinz New Brunswick und zur Teilung Quebecs in einen englischen und einen französischen Teil veranlassten.

Zwischen 1820 und 1830 wurden Reformen gefordert und es kam zu Aufständen, auf die das Empire 1838 mit der Ernennung John George Lambtons zum Generalgouverneur und der Schaffung der Provinz Kanada ein Jahr später reagierte. Kanada erhielt eine Vertretung im britischen Unterhaus.

Die Konflikte zwischen den englischen und französischen Landesteilen und die Angst vor einem Bürgerkrieg wie in den USA, führten zu einer Vereinigungsbewegung der britischen Kolonien in Nordamerika und zur Schaffung des sogenannten kanadischen Dominion, einer Föderation von Kolonien unter Führung der britischen Krone. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde das kanadische Territorium erweitert, wodurch Konflikte mit indianisch-europäischen Bevölkerungsgruppen und indianischen Stämmen heraufbeschworen wurden.

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges bewegten neuerliche Forderungen nach Gleichstellung die britische Krone dazu, die völlige Gleichstellung aller britischen Kolonien anzuerkennen und den Commonwealth of Nations als freien Bund souveräner Staaten zu gründen. Im April 1982 wurde unter Premierminister Trudeau in Ottawa die sogenannte "Constitution Act" unterzeichnet, in der Elisabeth II. die letzten bestehenden rechtlichen Bande zwischen Kanada und Großbritannien löste.

Die Verfassung anerkennt Königin Elisabeth II. als Regierungsoberhaupt und schreibt die Mitgliedschaft im Commonwealth fort. Im Dezember 2003 folgte Paul Martin dem zurückgetretenen Jean Chrétien als Premierminister.

Wirtschaft


Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war Kanada hauptsächlich Agrarland und entwickelte sich erst im Laufe des Jahrhunderts dank der Fertigstellung der Eisenbahnlinie quer durch den Kontinent zu einer führenden Industrienation. Zu den wichtigsten Industriezweigen zählen die Stahlindustrie, Motorenindustrie, verarbeitende Industrie, Fischerei und Energiewirtschaft. 3% der erwerbstätigen Bevölkerung Kanadas arbeiten in der Landwirtschaft, 73% im Dienstleistungssektor und 23% in der Industrie. Die Arbeitslosenrate belief sich im Jahre 2003 auf 7,8%, die Inflationsrate lag bei 2,8%.

Kultur


Trotz der multiethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung Kanadas bilden die Traditionen der Ureinwohner den Grundstock der kulturellen Identität des Landes. Besonders bekannt sind die Stein- und Knochenskulpturen der Inuit; europäische Einflüsse beschieden dem Land international bedeutende Schriftsteller wie Margaret Atwood, Robertson Davies und Michael Ondaatje.



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