
Eine lange Tradition: Das SOS-Kinderdorf Bogotá
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Jedes der 22 Häuser SOS-Kinderdorf Bogotá in Kolumbien erzählt seine eigene Geschichte. 37 Jahre ist es her, dass die ersten SOS-Kinder in diesem wunderbar grünen Dorf eingezogen sind. Hier haben Kinder gelebt, gespielt, gelernt, haben gestritten, sich versöhnt und Freude fürs Leben gefunden. Starke Mütter haben schwierige Kinder groß gezogen, die schüchternen ermutigt, die wilden besänftigt, haben ihnen Grenzen gesetzt und Freiräume gelassen. Viele dieser Mädchen und Jungen sind nun erwachsen und haben selbst Familien gegründet oder sind erfolgreich im Beruf.
Einer, der sich im Leben sehr gut zurechtfindet, ist Marko, 23, Journalist. Ihn hat das Leben im Dorf stark beeinflusst. Hier erzählt er seine Geschichte:

Jugendliche im Kinderdorf Bogotá
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"So etwas Schönes kannte ich nicht"
"Kein Kind rechnet damit, seine Mutter zu verlieren. Ich verlor meine Mutter, als ich fünf Jahre alt war.
Ich kam dann in das SOS-Kinderdorf Bogotá. Das war mein Glück. In diesem grünen, harmonischen Umfeld fand ich die Ruhe und Kraft, die ich brauchte, um mit dem Verlust zu Recht zu kommen. Zwar war dieser Ort für mich völlig neu, alles war unbekannt, aber ich spürte, dass ich hier in Sicherheit, geschützt war. Ich weiß immer noch genau, wie es war, als ich das Dorf zum ersten Mal sah: Zuerst den Park mit dem Spielplatz in der Mitte, alles liebvoll arrangiert und sehr gepflegt. Ich hatte so etwas Schönes zuvor noch nie gesehen.
Auch später blieben die Grünflächen, die Gärten im Kinderdorf für mich etwas ganz besonderes. Es war, als hätte ich einen Deal mit ihnen: Sie schützten mich, ich konnte mich dort zurückziehen oder ich tollte auf dem Rasen herum, wenn ich ausgelassen war.

Kinder spielen an einem kleinen Wasserfall im Kinderdorf
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"Ich bin stolz auf meinen Beruf"
Heute habe ich einen Beruf: Ich habe mein Journalismus-Studium beendet und darauf bin ich sehr stolz. Aber mein Studium ist nur ein Grund, warum ich den Menschen im Dorf dankbar bin. Sie haben mich immer unterstützt, mir geholfen, das Dorf war das Beste, was mir passieren konnte. Manchmal sehne ich mich zurück in meine Kindheit, nicht nur wegen den Menschen: Auch die Gärten scheinen hin und wieder nach mir zu rufen."