
Luz Marina mit ihren Kindern - Fotos: SOS
|
"Heute ist Samstag und wir sind ausnahmsweise alle schon recht früh aufgewacht. Fredy, der älteste meiner Jungs, ist gleich raus in den Garten, um die Pflanzen zu gießen. Meine Tochter Elena kümmert sich derweil um die Küche, während Rubiela den Abwasch macht. Leydi und Juan Manuel sind auch fleißig und wischen die Böden im Haus. Selbst Pedro und Carlos sind schon wach und sortieren die Wäsche. Und ich? Ich bereite das Frühstück für uns vor.
Nachdem wir die Hausarbeit geschafft haben, setzen wir uns an den Tisch und beginnen mit dem Frühstück. Unser gemeinsames Essen am Samstag ist immer etwas Besonderes. Pedro hat meistens eine witzige Geschichte auf Lager und wir lachen viel. Nach dem Frühstück wird dann erst mal geduscht. Nach und nach verschwinden die Kinder im Bad. Das kann schon mal eine Stunde oder länger dauern, bis alle auch wirklich sauber sind.

Bei den Hausaufgaben
|
Meine älteste Tochter Elena ist meist als eine der ersten fertig. Sie löst mich in der Küche ab, so dass ich auch duschen gehen kann. Ein paar der Kinder setzt sich dann auch schon bald an die Hausaufgaben. Heute habe ich Manuel ein wenig bei den Matheaufgaben geholfen, denn er hinkt momentan etwas hinterher.
Um ein Uhr gibt es dann Mittagessen. Das gemeinsame Essen ist immer ein gute Gelegenheit, um über die vergangenen Tage zu reden: was passiert ist, was schön war und auch was nicht so gut lief. Nachmittags gehen die meisten der Kinder aus dem Haus, um etwas mit ihren Freunden im Dorf zu unternehmen. Oft spielen sie Fußball oder Basketball. Oder sie bleiben einfach zu Hause und faulenzen.
An Samstagen haben wir SOS-Mütter mehr Freizeit als unter der Woche. Manchmal treffen wir uns mit Freunden im Dorf oder gehen einkaufen. Oft bekommen wir samstags auch Besuch von Verwandten. Der Samstag ist ein schöner Tag im SOS-Kinderdorf Bogotá – besonders für uns SOS-Mütter. Aber nach einer nicht immer einfachen Woche, haben wir uns auch ein bisschen Erholung verdient. Oder?"