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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Amerika Kolumbien Bogotá Dorfgeschichten

"Ich kann noch für viele Kinder da sein, die Hilfe brauchen" 

… sagt Maria Mercedes, eine neue SOS-Kinderdorf-Mutter in Bogotá. Nachdem sie vor vielen Jahren schon einmal drei Kinder groß gezogen hat, darf sie ein zweites Mal in ihrem Leben Mutter werden.


SOS-Mutter im Kinderdorf Bogota, Kolumbien"Ich wusste, das ist das Richtige": Maria Mercedes, SOS-Mutter im Kinderdorf Bogotá  Marias drei Töchter sind längst erwachsen. Zwei sind verheiratet und haben eigene Kinder. Die Jüngste ist berufstätig und unterstützt ihre Mutter sehr. "Ich finde es großartig, dass meine Mutter die Liebe, die sie uns gegeben hat, jetzt an andere weitergibt“, sagt sie stolz. Sie hilft ihrer Mutter viel und hängt inzwischen selbst sehr an den SOS-Kindern.

Als die Jahre vergingen und ihre Kinder groß wurden, wurde Maria Mercedes bewusst, dass ihre Töchter heiraten und irgendwann ihr eigenes Leben führen würden. Sie fühlte sich zu jung, um sich damit zufrieden zu geben, die Besuche von Kindern und Enkeln zu erwarten. Es musste doch noch einen Platz für sie geben, an dem sie gebraucht würde! "Das war die Zeit, als ich im Internet eine Stellenanzeige der SOS-Kinderdörfer las“, erzählt Maria Mercedes. Die Idee, SOS-Mutter zu werden, begeisterte sie. "Ich entschied, mein weiteres Leben der Zukunft dieser Jungen und Mädchen zu widmen, denen mein Beistand Sicherheit und Geborgenheit geben würde.“

SOS-Familie im SOS-Kinderdorf Bogota, KolumbienMaria mit ihren SOS-KindernAls sie das erste Mal ins Dorf kam, um sich als Bewerberin vorzustellen, fühlte sie sich in ihrem Vorhaben voll und ganz bestätigt: „Ich spazierte mit meiner Tochter, die mich begleitete, durchs Dorf. Ich sah mir die Anlage an und lernte die Menschen kennen, die hier lebten. Einige Mädchen und Jungen machten ruhig ihre Hausaufgaben, andere spielten. Es war sehr friedlich, und ich wusste, das ist das Richtige für mich.“

"Wir sind eine große Familie"

Zwei Jahre sind seitdem vergangen. Inzwischen steht Maria kurz davor, ihren Abschluss als SOS-Mutter zu machen. Begonnen hat sie ihre Ausbildung an der SOS-Mütter-Schule in Rio Negro bei Medellin. Dort erhielt sie ein Jahr lang theoretischen Unterricht. Parallel dazu absolvierte sie praktisches Training in verschiedenen Kinderdörfern Kolumbiens, wo Maria als SOS-Familienhelferin tätig war. Es ist üblich, das zweite Lehrjahr bereits als SOS-Mutter zu verbringen, bis man schließlich einen Abschluss als Fachfrau für Kinderfürsorge bekommt.

Und so hat Maria seit einem Jahr eine zweite Familie: Leidy (18), Angie (17), Julian und Jose Luis (15), Diana (14), Luisa Maria und Marisol (12), Nicolas, Kenner und Angie Lizette (9) gehören dazu. "Ich habe jedes meiner Kind in mein Herz geschlossen", sagt Maria.

Auch ihre leiblichen Töchter bringen sich in Leben und Alltag der SOS-Familie ein. Sie besuchen Maria am Wochenende im Kinderdorf und begleiten sie etwa bei Ausflügen mit den SOS-Kindern. Alle kennen sich inzwischen so gut, dass sich Marias SOS-Kinder und ihre leiblichen Töchter als eine große Familie fühlen.

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