Mexiko-Stadt liegt auf einer Seehöhe von 2350 Metern und zählt zu den am schnellsten wachsenden Städten der Erde. Das ist sowohl auf die hohe Geburtenrate als auch auf den starken Zuzug aus anderen - meist ländlichen - Gebieten zurückzuführen. Für viele Neuankömmlinge erfüllt sich aber der Traum von einem besseren Leben in der Stadt nicht: Sie landen in einer der vielen Armensiedlungen. Die schwerwiegenden sozialen Probleme führen unter anderem dazu, dass viele Kinder misshandelt, missbraucht oder verlassen werden.
In dem Vorort La Villa de Guadalupe, einem sehr alten Teil von Mexiko-Stadt, etwa 700 m von der berühmten Basilika der Jungfrau Guadalupe Hidalgo entfernt, entstand das erste SOS-Kinderdorf des Landes. Das SOS-Kinderdorf Mexiko Stadt besteht aus sechs Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, Personalwohnungen, einem Mehrzwecksaal, einer Bibliothek, einem Verwaltungs- und Servicebereich und einem Spielplatz. Der Sportplatz, wo Fußball, Volleyball und Basketball gespielt werden, ist ein Treffpunkt der SOS-Kinder mit ihren Freunden und Freundinnen aus der Umgebung. Im SOS-Kinderdorf werden außerdem Kurse für Keramik, Seidendruck und Zeichnen angeboten.