Die Kinder in Mexiko brauchen Ihre Hilfe!
Die sozialen Unterschiede in Mexiko sind extrem ausgeprägt. Mehr als ein Fünftel der rund 103 Millionen Mexikaner lebt unterhalb der Armutsgrenze. Darunter leiden vor allem auch die Kinder. Mädchen und Jungen, die schon in jungen Jahren hart arbeiten müssen, gehören in dem lateinamerikanischen Land zum Alltag. In den Metropolen kämpfen unzählige Straßenkinder ums Überleben.
- Kinderarbeit: Wie viele Kinder in Mexiko Kinderarbeit verrichten müssen, lässt sich nur erahnen. Bei Expertenschätzungen schwankt die Zahl der arbeitenden Kinder unter 15 Jahren zwischen 3,5 und fünf Millionen.
- Armut der indigenen Bevölkerung: Wie in vielen lateinamerikanischen Ländern sind auch die indigenen Einwohner Mexikos sozial und wirtschaftlich benachteiligt. Knapp 80 Prozent sind von Armut bedroht und haben nicht genug zum Leben.
- Straßenkinder: Vor allem in den Städten Mexikos lebt eine nicht genau zu beziffernde Zahl Straßenkinder. Vorsichtige Schätzungen sprechen von rund 250.000 Kindern.
- Arbeitslosigkeit: Die Arbeitslosenquote liegt offiziellen Angaben zufolge bei rund vier Prozent. Allerdings ist ein weiteres Viertel der Menschen unterbeschäftigt und versucht, mit einem zu geringen Lohn die Familie über Wasser zu halten. Auf der Suche nach Arbeit sind in den letzten sechs Jahren drei Millionen Menschen ins Ausland abgewandert.
- Kriminalität: Durch Drogenhandel und -konsum hat sich die Kriminalität im ganzen Land verschärft. Gewalt gegen Frauen ist alltäglich.
- Versorgungskrise: Lebensmittelpreise sind in Mexiko seit Jahresbeginn 2008 drastisch gestiegen. Das gefährdet Familien in ihrer Existenz. Auch die Mütter und Kinder in den SOS-Programmen zur Stärkung der Familie sind von der Entwicklung betroffen.
Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Mexiko
Zuhause im Kinderdorf: mexikanische SOS-KinderUnser Engagement für die Not leidenden Kinder Mexikos begann bereits in den frühen siebziger Jahren. Damals entstand das erste SOS-Kinderdorf in der Hauptstadt Mexiko City.
Die Folgen des schweren Erdbebens im Jahr 1985 und des blutigen Zapatisten-Aufstandes im Bundesstaat Chiapas in den neunziger Jahren machten den Bau weiterer SOS-Kinderdörfer nötig. Mittlerweile gibt es in Mexiko insgesamt acht SOS-Kinderdörfer, in denen mehr als 800 Kinder ein behütetes Zuhause finden.
Die bislang einzige SOS-Schule des Landes ist eine Hermann-Gmeiner-Förderschule für rund 100 behinderte Kinder. Sie ist an das SOS-Kinderdorf Tuxtla Gutiérrez angeschlossen. Im nahe gelegenen Sozialzentrum hilft unser Team behinderten Kindern aus der Umgebung beispielsweise mit Sprach- und Physiotherapie.
Von den insgesamt sieben mexikanischen SOS-Sozialzentren gehen auch unsere Programme zur Stärkung der Familie aus. Deren oberstes Ziel ist es, Familien in Not vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren. Unter anderem entstanden im Rahmen der Familienstärkungsprogramme eine Reihe so genannter Familienkomitees. Darin organisieren die Mütter in Eigeninitiative die Kinderbetreuungen in Gemeindezentren oder Wohnhäusern. Die SOS-Teams helfen unter anderem bei der Organisation und beraten in Erziehungsfragen. Außerdem haben die Frauen im Rahmen der Initiative die Möglichkeit, Handwerkskurse zu belegen, um bessere Verdienstmöglichkeiten zu haben. Insgesamt profitieren von den SOS-Familienförderprogrammen in Mexiko mehr als 1300 Menschen.
Heute gibt es in Mexiko folgende SOS-Einrichtungen: Acht Kinderdörfer, sechs Jugendeinrichtungen, sechs Sozialzentren und eine Hermann-Gmeiner-Grundschule sowie ein Schulungszentrum für SOS-Mütter und -Mitarbeiter.
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