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SOS-Kinderdorf Chittagong 

Foto: Alexander Gabriel
Foto: Alexander Gabriel
 
Der Plan zur Errichtung des vierten SOS-Kinderdorfes in der Hafenstadt Chittagong entstand nach den furchtbaren Flutkatastrophen von 1986, bei denen auf den Inseln der Provinz Chittagong 50.000 Menschen ums Leben kamen und viele Kinder ihre Eltern verloren. Chittagong ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Das SOS-Kinderdorf wurde 1989 auf einem 1,5 ha großen Grundstück errichtet und liegt nur fünf Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Es besteht aus 12 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Haus für SOS-Tanten (Familienhelferinnen), einem Gemeindezentrum mit Verwaltungs- und Studienräumen, einer Moschee und einem SOS-Kindergarten.  
 

Sehr wichtig für die umliegenden Viertel ist das SOS-Sozialzentrum, in dem medizinische Betreuung und Beratung für die Armen der Umgebung sowie Familienstärkungsprogramme angeboten werden. Diese Programme bieten eine Reihe von sozialen Leistungen, die darauf abzielen, dass die speziellen Bedürfnisse von Kindern abgedeckt werden (z.B. in medizinischer und materieller Hinsicht, in Bildungsfragen) und dass die Ressourcen der Familien gestärkt werden, damit die Eltern selbständig für die bestmögliche Betreuung und den Schutz der Kinder sorgen können.

Man findet hier eine Tagesstätte für Kinder berufstätiger Mütter und seit 1990 eine Lehrwerkstätte für die Frauen der Umgebung, in der besonders Schneiderei und Stickerei gelehrt werden. Im selben Gebäude befindet sich eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grundschule) für bis zu 238 Kinder. Das Haus dient bei Wirbelstürmen und Sturmfluten auch als Schutzraum.

Nach der Flutkatastrophe 1991 wurde in Bashkali bei Chittagong ein zweistöckiges Gebäude errichtet, das der armen Bevölkerung als Moschee und Schutzunterkunft zur Verfügung steht.

1997 bzw. 1998 kamen noch eine SOS-Jugendeinrichtung und ein SOS-Berufsbildungszentrum für Tischlerei und Mechanik zu den SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Chittagong hinzu.

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