Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
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Ein besonderes Ereignis fand 2001 statt: die Eröffnung des SOS-Kinderdorfes Lhasa, des ersten SOS-Kinderdorfes in der Autonomen Region Tibet. Vorher gab es für die zahlreichen Waisenkinder der Region kaum geeignete Unterbringungsmöglichkeiten. Der Grundstein für das SOS-Kinderdorf Lhasa wurde am 27. Juni 1999 gelegt, der Betrieb wurde im Oktober 2000 aufgenommen, und die offizielle Eröffnung fand schließlich am 2. Juni 2001 statt.
Das SOS-Kinderdorf Lhasa liegt in einem Vorort im Westen der Stadt ca. 85 km vom Flughafen entfernt. Auf der einen Seite sind die Berge, auf der anderen fließt ein Fluss. Das SOS-Kinderdorf besteht aus 17 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, einem Haus für die SOS-Tanten (Familienhelferinnen, die die SOS-Mütter unterstützen), einigen Verwaltungsgebäuden, einem Sportplatz und einem SOS-Kindergarten. Der Kindergarten bietet in vier Gruppen- und einigen Nebenräumen rund 120 Kindern Platz und wird auch von vielen Kindern aus der Nachbarschaft besucht.
In der Umgebung des SOS-Kinderdorfes befinden sich eine Grundschule, ein Spital und ein Markt.
2007 wurde eine SOS-Jungendeinrichtung eröffnet. Ältere Jungen aus dem SOS-Kinderdorf ziehen für gewöhnlich in die SOS-Jugendeinrichtung, sobald sie mit einer Berufsausbildung beginnen oder an eine höhere Schule wechseln.
In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern.