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Länderinformation über Georgien 

Landschaft
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Politik/Geschichte
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Landschaft


Georgiens Landschaft besteht zu einem Großteil aus zerklüfteten Bergketten, die zu einem Drittel bewaldet sind. Die Nordgrenze Georgiens wird durch die Hauptkette des Großen Kaukasus gebildet, die Südgrenze bilden der Kleine Kaukasus und das Ararathochland.

Höchster Gipfel des Landes ist der Vulkan Gora Kazbek mit 5.048 Metern. Zwischen diesen beiden Gebirgssystemen liegt die fruchtbare Kolchis-Ebene. Die zwei größten Flüsse des Landes sind der Kura und der Rioni.

Klima


Georgien ist von unterschiedlichsten Klimazonen geprägt. So trifft man auf subtropisches oder gemäßigtes Klima ebenso wie auf Trockenheit, Kälte und ewiges Eis. Die durchschnittliche Temperatur in Tiflis liegt im Januar bei 1°C, im Sommer bei 25°C.

Fauna/Flora


Die Flora Georgiens ist trotz der relativ geringen Größe des Landes auf Grund des Zusammenspiels der verschiedenen Klimazonen sehr artenreich. Die Isolation durch die umgebenden Gebirgsketten führte zur Entwicklung zahlreicher endemischer Tier- und Pflanzenarten. Etwa 38% des Landes sind mit Wald bedeckt, das entspricht etwa 2,7 Millionen Hektar. In Georgien kommen etwa 1000 verschiedene Tierarten vor, darunter 330 Vogelarten, 48 Reptilienarten, 11 Amphibienarten und 160 Fischarten.

Politik/Geschichte


Die ersten Siedler des heutigen Georgien waren neolitische Völker, die sich ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. nach und nach in der Region nieder ließen. Im 6. Jahrhundert n. Chr. besiedelten ionische Griechen das Gebiet, das damals aus den Königreichen Kolchis und Iberien bestand und ab 66 v. Chr. zum Römischen Reich gehörte.

Im Zuge der Christianisierung kam es im 4. Jahrhundert n. Chr. zu sehr engen Beziehungen zum Byzantinischen Reich, unter dessen Einfluss Georgien bis ins 7. Jahrhundert stand, als es von den Arabern erobert wurde. Im 11. Jahrhundert fielen die Türken ein, die im 12. Jahrhundert von König David IV. vertrieben wurden, der das Land zu einem Königreich vereinte. Die Mongolen zerstörten dieses Königreich im 13. Jahrhundert.

Mitte des 15. Jahrhunderts eroberten osmanische Türken das Byzantinische Reich und es folgten drei Jahrhunderte wechselnder Herrschaft der Türken und Perser und die Aufteilung Georgiens zwischen den beiden Reichen.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts vereinte König Herekle II. den östlichen Teil des Landes unter seiner Herrschaft und suchte wegen der gefährdeten Unabhängigkeit seines Reiches den Schutz Russlands, von dem es 1801 schließlich annektiert wurde.

Im 19. Jahrhundert wurde Georgien einer starken Russifizierung unterworfen, Gebrauch und Unterricht der georgischen Sprache wurden verboten, die Kirche zersplittert und russische Siedler ins Land gebracht. Es bildete sich ein starkes Nationalgefühl, das 1905 zu einem Bauernaufstand und einem Streik in den Fabriken führte. Das Kriegsrecht wurde ausgerufen und die Proteste verstummten.

1918, nach dem Ausbruch der Revolution in Russland, erklärte Georgien seine Unabhängigkeit, wurde aber 1921 von der Roten Armee besetzt und zur autonomen Republik innerhalb der Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik erklärt.

1936 wurde diese aufgelöst und Georgien wurde zu einer Sowjetrepublik. In den folgenden Jahrzehnten förderte die sowjetische Regierung massiv die Verbreitung russischer Kultur, wodurch das Nationalgefühl wieder auflebte.

Im April 1991, kurz vor Auflösung der Sowjetunion, führte Georgien ein Referendum über die Unabhängigkeit des Landes durch, die im selben Monat erklärt wurde. Swiat Gamsachurdia wurde zum ersten Präsidenten des Landes gewählt. Im selben Jahr brachen ein politischer Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen und ein ethnischer Konflikt zwischen Abchasen und Osseten aus, die mehr Autonomie forderten.

Die Auseinandersetzungen gipfelten zwischen 1991 und 1993 in einem Bürgerkrieg, in dessen Verlauf Präsident Gamsachurdia ins Exil flüchtete. Ihm folgte Edward Schewardnadse im Amt nach. Mit dem Tod Gamsachurdias Anfang 1994 endeten die Machtkämpfe und im Februar unterzeichneten Georgien und Russland einen Freundschaftsvertrag, dem im April 1994 ein Friedensvertrag mit den abchasischen Rebellen folgte. Eduard Schewardnadse ging siegreich aus den Präsidentschaftswahlen von 1995 und 2000 hervor.

Im November 2003 führte Michail Saakaschwili die so genannte "Rosenrevolution" an, die zum Rücktritt Schewardnadses und der Ernennung einer Übergangspräsidentin führten. Im Jänner 2004 konnte Saakaschwili die Präsidentenwahlen mit großer Mehrheit für sich entscheiden.

Wirtschaft


Kurz nach der Abspaltung von der Sowjetunion in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts begann Georgien eine Reihe wirtschaftlicher und marktpolitischer Reformen, zu denen auch die Einführung einer neuen Währung, des Lari, zählte.

Die Reformen hatten zwar steigende ausländische Investitionen zur Folge, führten aber auch zu einem Preisanstieg, daraus resultierende Konflikte bremsten nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, sondern führten sogar zum Zusammenbruch der Warenversorgung.

2001 schuf Georgien ein Anti-Korruptionsprogramm und erhielt von internationalen Organisationen Kredite zur Verringerung des Budgetdefizits und zur weitern Stabilisierung der Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit lag 2003 bei 17,1%, die Inflationsrate bei 4,4%.

Kultur


Die Hauptstadt Tiflis ist für ihre historischen Bauwerke und für ihre Architektur bekannt. Zu den herausragenden Bauwerken zählen die Sioni-Kathedrale aus dem 5. Jahrhundert, die Antschisschati-Basilika aus dem 6. bis 7. Jahrhundert sowie die Festung Narikala aus dem 9. Jahrhundert.

Die Literatur Georgiens war zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert vor allem religiös geprägt und die Klöster Zentren des Literaturschaffens. Zu den wichtigsten Werken der damaligen Zeit gehören Bibelübersetzungen. Zu den bedeutendsten georgischen Autoren des 18. Jahrhunderts zählen David Guramischwili und der Dichter Bessarion Gabaschwili. Die Werke von Alexander Tschawtschawadse, Nikolos Barataschwili und Grigol Orbeliani spiegeln das Vorherrschen der Romantik als wichtigste Literaturströmung im Georgien des 19. Jahrhunderts wider.



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