SOS-Kinderdorf wurde um Mithilfe beim Bau einer provisorischen Einrichtung für Jugendliche gebeten, die aus Tibet geflüchtet waren und nach Dharamsala kamen. In dieser Einrichtung sollten die Jugendlichen eine Ausbildung erhalten. Ungefähr 50 km von Dharamsala entfernt wurden eine Schule und ein Heim errichtet. Aus diesem Projekt entstand in weiterer Folge das SOS-Kinderdorf Bir. Die Mittel für den Bau dieses SOS-Kinderdorfes wurden von den Tibetern selbst aufgebracht: aus Ersparnissen, Patengeldern, Spenden von Einzelpersonen sowie durch einen Beitrag des Dalai Lama.
Das SOS-Kinderdorf Bir wurde 1994 eröffnet. Zu Beginn bestand es aus zwölf Familienhäusern, mittlerweile wurden vier weitere Häuser fertiggestellt. Das SOS-Kinderdorf verfügt auch über ein Gemeinschaftshaus, einen SOS-Kindergarten und eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule. Mit 22 Klassen hat die Schule eine Kapazität von rund 700 Schülern. Das SOS-Kinderdorf liegt in der kleinen Ortschaft Suja auf einer Seehöhe von 1.300 m im schönen Kangra-Tal. Die örtliche Bevölkerung besteht zum größten Teil aus armen Bauern. In der Nähe des SOS-Kinderdorfs befinden sich einige kleine Märkte.