Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Weltweit aktiv in 133 Ländern: SOS ist vor Ort!
Entdecken Sie, wie Sie Kindern in Not helfen können!
Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen: Unsere Freunde & Partner.
1983 begann die SOS-Kinderdorfarbeit im indischen Bundesstaat Assam im Nordosten des Landes, nachdem bei schweren Unruhen zwischen der örtlichen Bevölkerung und Einwanderern aus Bangladesch und West Bengalen viele Familien auseinander gerissen worden waren und unzählige Kinder ihre Eltern verloren hatten. Das SOS-Kinderdorf Hojai besteht seit 1984. Es liegt am Rand der Kleinstadt Hojai, 180 km östlich von Guwahati, der Hauptstadt von Assam. Das SOS-Kinderdorf besteht aus 20 Familienhäusern, Mitarbeiterunterkünften, einer Mehrzweckhalle und einem Verwaltungsgebäude, in dem ein kleines Geschäft untergebracht ist. Der SOS-Kindergarten steht auch Kindern aus der Umgebung offen. Auf dem dorfeigenen Spielplatz können sich die Kleinen so richtig austoben. Die älteren Kinder besuchen Schulen in der Nähe des SOS-Kinderdorfes.
1988 wurde in Hojai eine SOS-Jugendeinrichtung eröffnet. Die Übersiedlung von Jugendlichen in eine Jugendwohneinrichtung geht meist mit dem Beginn einer Berufsausbildung oder dem Wechsel an eine höhere Schule einher. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern.
2004 startete SOS-Kinderdorf Indien seine Familienstärkungsprogramme in Hojai. Mit Hilfe dieser Programme soll verhindert werden, dass Familien ihre Kinder verlassen. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden zusammen und unterstützt diese darin, bestmöglich für die Kinder zu sorgen. Organisiert wird die Präventionsarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Partnern. Das Familienstärkungsprogramm in Hojai bietet Beratung und Unterstützung in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Bildung.
Verschiedene Ausbildungen werden angeboten, die Menschen werden bei der Berufswahl beraten und bei der Arbeitssuche unterstützt. Man hilft den Familien, mit bereits bestehenden Selbsthilfegruppen Kontakt aufzunehmen. Wenn keine passende Gruppe existiert, wird eine neue gegründet. Neben Erziehungsberatung finden auch Aktivitäten statt, um Hygiene und Kinderrechte im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.