Das SOS-Kinderdorf Semarang liegt in der gleichnamigen Hauptstadt der Provinz Zentraljava, an der Nordküste der Insel. Die 14 Familienhäuser, das Dorfleiterhaus, das Haus für SOS-Tanten (Familienhelferinnen) und die Verwaltungsräume wurden auf einem etwa 3 Hektar großen Grundstück errichtet. Die ersten Kinder konnten 1984 einziehen, am 31. Jänner 1985 wurde das SOS-Kinderdorf Semarang dann im Beisein von SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner feierlich eröffnet. Im SOS-Kinderdorf leben sowohl christliche als auch muslimische Kinder, die in ihrem jeweiligen Glauben erzogen werden. Die Kinder besuchen nahe gelegene öffentliche oder private Schulen, wodurch sie sich gut in die Umgebung integrieren können. Es gibt ganz in der Nähe des SOS-Kinderdorfes eine Grund- und eine Sekundarschule.
Der SOS-Kindergarten kann 90 Kinder aufnehmen, die meisten davon kommen aus der Nachbarschaft. Viele der älteren Jungen, die noch in Ausbildung sind, bewohnen die SOS-Jugendeinrichtung, die seit 1998 in einem Gebäude außerhalb des Dorfes, in der Stadt Semarang, untergebracht ist. Auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfes gibt es einen Spiel- und einen Sportplatz, wo die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben können. 1993 wurde eine traditionelle offene Versammlungshalle (im Indonesischen 'Pendopo' genannt) errichtet. Diese dient für Zusammenkünfte, Feste, Spiele und sogar für Sportveranstaltungen. Am Rande des SOS-Kinderdorfes befinden sich ein paar kleine Teiche, in denen zur Deckung des Eigenbedarfes Fische gezüchtet werden. Jede SOS-Familie hat außerdem einen eigenen kleinen Gemüsegarten.