Das SOS-Kinderdorf Amman ist seit Mai 1986 in Betrieb und wurde ein Jahr später, am 7. Mai 1987 unter der Schirmherrschaft von König Hussein und Königin Noor feierlich eröffnet. Es besteht aus zwölf Familienhäusern, in denen insgesamt 108 Kinder untergebracht werden können, dem Haus für den Dorfleiter, einem Verwaltungs- und Servicetrakt, dem Tantenhaus (SOS-Tanten kümmern sich in Abwesenheit der SOS-Mütter um die Kinder) sowie einem Haus für pensionierte SOS-Mütter. Den Kindern bzw. Jugendlichen steht ein Computerlabor zur Verfügung, und der dem SOS-Kinderdorf angeschlossene Supermarkt bietet die auf der SOS-Farm gewonnenen Erzeugnisse zum Verkauf an.
Dem SOS-Kinderdorf Amman wurden auch zwei SOS-Jugendeinrichtungen (angemietete Wohnungen) für Buben, ein SOS-Jugendhaus für Mädchen, ein SOS-Kindergarten und ein SOS-Berufsbildungszentrum angeschlossen.
Die SOS-Jugendeinrichtungen wurden im Januar 1993 in Betrieb genommen. Insgesamt beherbergen sie 51 Jugendliche, denen - lediglich von einem Erzieher betreut – bereits ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit abverlangt wird. Die Aufnahme in einer SOS-Jugendeinrichtung bedeutet für die Jugendlichen einen wichtigen Schritt in Richtung Verselbständigung, wobei die SOS-Mütter, die Dorfleiter und Psychologen sie sorgfältig darauf vorbereiten. Der Aufenthalt in einem Jugendhaus wird mit ca. vier Jahren angesetzt. Jugendliche die noch in Ausbildung stehen oder auf Arbeitssuche sind, können aber auch länger bleiben. Mädchen und Jungen sind in getrennten Häusern untergebracht, einige wenige Jugendliche leben in betreuten Wohnungen, die unter dem Schutz von SOS-Kinderdorf Jordanien stehen.
Der SOS-Kindergarten besteht seit Mai 1986 uns steht auch externen Kindern aus der näheren Umgebung offen. 100 Kinder werden dort in vier Gruppenräumen betreut, es gibt einen Versammlungsraum, Küche, Büro und natürlich den Spielplatz, der immer gut besucht ist.
Der Bedarf an SOS-Müttern und kompetentem Personal hat SOS-Kinderdorf dazu bewogen, 2003 ein Berufsbildungszentrum zu eröffnen, in dem Frauen zu SOS-Müttern ausgebildet werden. Außerdem finden dort Schulungen für SOS-Mitarbeiter statt.