Das SOS-Kinderdorf Angkor-Siem Reap liegt an der Hauptstraße zu den Tempeln von Angkor Wat. Es besteht aus vierzehn Familienhäusern, dem Haus des Dorfleiters, Miarbeiterunterkünften und den notwendigen Nebengebäuden. Auf dem Gelände befinden sich auch ein SOS-Kindergarten und eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule.
Der Kindergarten besteht aus sechs Gruppenräumen für bis zu 200 Kinder, während die Schule über zwölf Klassen (für maximal 500 Schüler), Labors, eine Bibliothek und eine Kantine verfügt. Der Unterricht umfasst Grund- und Sekundarschule. Sowohl Kindergarten als auch Schule nehmen Kinder aus der Nachbarschaft auf.
2005 wurde eine SOS-Jungendeinrichtung eröffnet. Ältere Jungen aus dem SOS-Kinderdorf ziehen für gewöhnlich in die SOS-Jugendeinrichtung, sobald sie mit einer Berufsausbildung beginnen oder an eine höhere Schule wechseln. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern. Im September 2004 wurde ein SOS-Berufsbildungszentrum eröffnet, welches in vier Werkstätten handwerkliche Ausbildung für bis zu 45 Jugendliche anbietet (Ausbildung zum Elektriker, Installateur, Tischler oder Mechaniker). Mit den SOS-Berufsbildungszentren versucht SOS-Kinderdorf, Jugendlichen faire Startmöglichkeiten für eine unabhängige Lebensführung zu bieten, damit sie den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen gewachsen sind.