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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Asien Kambodscha Phnom Penh

SOS-Kinderdorf Phnom Penh 

Foto: SOS-Archiv
Foto: SOS-Archiv
 
Das SOS-Kinderdorf Phnom Penh liegt außerhalb der Altstadt in einem Stadtteil namens Neu Phnom Penh, der nicht weit vom Flughafen entfernt ist. Die Gegend ist ganz flach und fast das gesamte Jahr über recht trocken. Gegenüber dem SOS-Kinderdorf befindet sich eine Grundschule. Ganz in der Nähe ist ein Gemüsemarkt, zu dem die Mütter mit dem Fahrrad fahren können. In Phnom Penh ist es während der Sommermonate (von Februar bis Juni) heiß mit 33 bis 36 Grad. Der Monsun dauert von Juli bis September. Von Oktober bis Dezember ist es recht kühl mit Temperaturen um vier bis sechs Grad.

Das SOS-Kinderdorf Phnom Penh besteht aus vierzehn Familienhäusern, einem Gemeinschaftshaus, einem Bürogebäude, dem Dorfleiterhaus und einigen Nebengebäuden. Bis zu 140 Kinder finden hier ein neues Zuhause. Viele Kinder leiden an Vitaminmangel und verschiedenen Hautkrankheiten, wenn sie aufgenommen werden. Nach einer Behandlung geht es ihnen für gewöhnlich rasch besser. Die Kinder bekommen auch die notwendigen Impfungen. Im SOS-Kinderdorf finden spezielle Sport- und Kunstaktivitäten als Freizeitprogramm für die Kinder statt.

Dem SOS-Kinderdorf sind ein SOS-Kindergarten und eine SOS-Jugendeinrichtung angeschlossen. Der SOS-Kindergarten mit sechs Gruppenräumen und einem Spielplatz steht auch Kindern aus der Nachbarschaft offen. Insgesamt können bis zu 200 Kinder im Kindergarten betreut werden. Für berufstätige Mütter aus der Umgebung ist es äußerst wichtig, Tagesbetreuung für ihre Kinder zu haben. In der SOS-Jugendeinrichtung können bis zu 30 Jugendliche wohnen. Neben den Unterkünften gibt es in dem Haus einen Aufenthaltsraum und eine Küche. Ältere Jungen aus dem SOS-Kinderdorf ziehen für gewöhnlich in die SOS-Jugendeinrichtung, sobald sie mit einer Berufsausbildung beginnen oder an eine höhere Schule wechseln. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen.

Eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule (Grundschule) wurde im Januar 2008 fertig gestellt. Sie verfügt über zwölf Klassen, Labors, eine Bibliothek, eine Gemeinschaftshalle und eine Kantine. Bis zu 450 Kinder können an dieser Schule unterrichtet werden. SOS-Kinderdorf hat die Schule an die örtlichen Behörden übergeben.

Im April 2008 ging eine weitere SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Bau. Diesmal handelt es sich um eine Sekundarschule, die aus zwölf Klassen, Labors, einer Bibliothek und einer Gemeinschaftshalle bestehen wird.


Eine Oase im Großstadtgetümmel: Das SOS-Kinderdorf Phnom Penh

Vor zwölf Jahren, sagen die Leute im SOS-Kinderdorf Phnom Penh, war hier nichts außer brauner Erde, ein ödes Stück Land am Rande der Großstadt. Dann wurde das SOS-Kinderdorf gebaut – das erste in Kambodscha. Seit gut zehn Jahren ist es jetzt in Betrieb. Wie so oft in der Geschichte der SOS-Kinderdörfer war das Dorf der Kern einer ganzen Entwicklung: Ein SOS-Kindergarten kam von Anfang an dazu, denn es gab sonst keinen. Eine Grundschule wurde in der Nachbarschaft gebaut, denn es gab sonst keine. Später kamen Jugendwohneinrichtungen dazu für diejenigen im Kinderdorf, die älter werden und vor dem Sprung ins eigene Leben stehen. Und so entstand auch in Phnom Penh das, wofür die SOS-Kinderdörfer in der ganzen Welt bekannt sind: Eine Vielzahl von Einrichtungen und Projekten, die als Netzwerk dazu beitragen, dass Kinder hier wachsen und lernen können – und sich dabei auch noch zu Hause fühlen dürfen.

Derzeit leben 69 Mädchen und 60 Jungen (Stand Januar 2010) in den 13 Familienhäusern des SOS-Kinderdorfes. Wer hier her kommt, dem fällt die Ruhe auf, das Ausgeglichene, das Gewachsene – genau das Gegenteil der Großstadthektik von Phnom Penh. Ein Ort, an dem etwas wachsen kann. Tagsüber ist es recht ruhig, die Kinder gehen in zwei Schichten zur Schule – die eine Hälfte der Kinder von sieben Uhr bis 11 Uhr, die andere Hälfte von ein Uhr bis 17 Uhr. Wer daheim ist, macht im schattigen Haus seine Hausaufgaben oder hilft der Mutter im Haushalt oder bei Besorgungen. Lautes Treiben herrscht allenfalls im SOS-Kindergarten, wo 125 Mädchen und Jungen herumtoben oder gerade die ersten Buchstaben des nicht ganz einfachen Alphabets in der Landessprache Khmer erlernen.

Gegen fünf Uhr Nachmittag kommt dann Leben ins SOS-Kinderdorf: Alle treffen sich auf der großen Wiese inmitten der Häuser. Es wird gemeinsam gebetet: Ein buddhistisches Gebet und das Gebet der SOS-Kinderdörfer, in dem die Kinder an all diejenigen denken, die noch alleine auf den Straßen unterwegs sein müssen. Danach messen die Kinder ihre Kräfte beim Ballspielen und Herumtoben: Die Energie, die sich beim Stillsitzen auf der Schulbank angestaut hat, darf jetzt raus! Die Mütter stehen beisammen und berichten sich das Neueste vom Tage. Viel Zeit bleibt nicht, denn die Sonne geht rasch unter in den Tropen und eine Stunde später ist es Nacht in Phnom Penh. Dann gehen die Lichter an in den Häusern, die Familien sitzen am Tisch und über dem ganzen Dorf liegt eine Atmosphäre abendlicher Ruhe und Geborgenheit. Das SOS-Kinderdorf Phnom Penh ist für viele Kinder der erste Ort im Leben, an dem sie ankommen dürfen. Ankommen, um sich für den nächsten Aufbruch zu rüsten: Den Aufbruch zur Reise hinaus ins Leben.

Chea nutzt seine Chance – eine SOS-Erfolgsgeschichte

Chea Sour hat seine Reise bereits angetreten. Der 19jährige stammt aus einer Bauernfamilie im Süden Kambodschas. Als kleiner Junge kam Chea ins SOS-Kinderdorf. Heute studiert er Wirtschaftswissenschaften. Mehr über seinen Werdegang und sein Land erfahren Sie in einem kurzen Filmbeitrag.

Neue SOS-Sekundarschule öffnet Zukunftsperspektiven

Chea hat im SOS-Kinderdorf ein Zuhause gefunden, Wärme und Geborgenheit. Und den Zugang zu Bildung. Um noch mehr Kindern in Phnom Penh gute Zukunftsperspektiven zu eröffnen, wurde eine neue SOS-Sekundarschule in unmittelbarer Nähe des SOS-Kinderdorfs gebaut. Im Herbst 2010 öffnete die Schule ihre Pforten - pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres. Die ersten Jungen und Mädchen besuchen nun dort den Unterricht. 


Das Baugrundstück für die neue SOS-Sekundarschule liegt in unmittelbarer Nähe des SOS-Kinderdorfs Phnom Penh und der Grundschule. Das Schulgebäude wird in Ziegelbauweise errichtet.

Baustelle, Mai 2010Der Rohbau steht, der Innenausbau beginnt.

Baustelle, Mai 2010Die Schule nimmt immer weiter Gestalt an: Im Herbst sollen hier die ersten Jungen und Mädchen den Unterricht besuchen können.

Die Arbeiten am Schulhaus sind abgeschlossenDie Arbeiten am Schulhaus sind abgeschlossen: Im August 2010 erfolgt die Bauabnahme. Zuletzt wurde noch der Schulhof fertiggestellt und bepflanzt.

SOS-Sekundarschule in Phnom PenhHerbst 2010: Die neu errichtete SOS-Sekundarschule in Phnom Penh öffnet ihre Pforten. Die ersten Mädchen und Jungen besuchen den Unterricht.
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