Das zweite laotische SOS-Kinderdorf wurde im Januar 1998 in der Stadt Pakse im Süden des Landes eröffnet. Pakse ist die Hauptstadt der Provinz Champasak und ist fast 700 km von Vientiane entfernt. Rund um das SOS-Kinderdorf, das nicht weit vom Stadtzentrum liegt, befinden sich Häuser mit Gärten. In der Nähe gibt es drei kleine Primarschulen und zwei Märkte.
Das SOS-Kinderdorf Pakse besteht aus 14 Familienhäusern, einem Dorfleiterhaus, Mitarbeiterunterkünften und Verwaltungsgebäuden.
Außerdem verfügt es über einen SOS-Kindergarten und eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule. Diese beiden Einrichtungen stehen auch Kindern aus der Nachbarschaft offen. Der Kindergarten besteht aus sechs Gruppenräumen und einem Spielplatz und kann bis zu 100 Kinder aufnehmen. Die Grund- und Sekundarschule hat eine Kapazität von 650 Schülern. Sie verfügt über 29 Klassen, Labors, eine Bibliothek, ein Krankenzimmer, einen Administrationsbereich, eine Kantine, Werkstätten und einen Basketballplatz.
Ältere Jungen aus dem SOS-Kinderdorf ziehen für gewöhnlich in die SOS-Jugendeinrichtung, sobald sie mit einer Berufsausbildung beginnen oder an eine höhere Schule wechseln. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen.
2002 startete SOS-Kinderdorf Laos Familienstärkungsprogramme. Mit Hilfe dieser Programme soll verhindert werden, dass Familien ihre Kinder verlassen. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und unterstützt diese darin, bestmöglich für die Kinder zu sorgen. Organisiert wird die Präventionsarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Partnern.
In Pakse konzentriert sich die Hilfe auf Hygiene und medizinische Grundversorgung für Menschen aller Altersgruppen aus der näheren Umgebung des SOS-Kinderdorfes. Für das Familienstärkungsprogramm wurde ein Raum im SOS-Kindergartengebäude zur Verfügung gestellt.