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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Asien Libanon Bhersaf

SOS-Kinderdorf Bhersaf 

In unmittelbarer Nähe des Städtchens Bikfaya liegt das lang gestreckte Straßendorf Bhersaf auf etwa 1000 m Seehöhe, den Kurven der Bergstraße folgend. Kiefernwald und Pinien umgeben das an den Berghang gebaute SOS-Kinderdorf, der Ausblick auf das Meer, die Küstenorte und Beirut ist beeindruckend.

Das SOS-Kinderdorf Bhersaf besteht aus zwölf Familienhäusern, Dorfleiterhaus, SOS-Tantenhaus (SOS-Tanten kümmern sich während der Abwesenheit der SOS-Mütter um die SOS-Kinder), Verwaltungs- und Servicebereich, Gebäude mit 5 Werkstätten, Theater und Schutzraum, Wohnung für pensionierte SOS-Kinderdorfmütter. Für Aktivitäten während der Freizeit stehen den Kindern ein Bastel- und Werkraum sowie eine Dorfbibliothek und ein Sport- und Spielplatz zur Verfügung. Das Angebot an Schulen in der Umgebung des SOS-Kinderdorfes ist ausreichend, sodass alle SOS-Kinder in der Nähe ihres Wohnortes den Unterricht besuchen können.

Sobald die Jugendlichen des SOS-Kinderdorfs Bhersaf das Alter von 14 bzw. 15 Jahren erreicht haben, werden sie im Jugendhaus bzw. im Mädchenwohnheim in Beirut untergebracht. Die Aufnahme in den Jugendhäusern bedeutet für die Jugendlichen den Beginn der Verselbständigung. SOS-Mütter, der Dorfleiter und ein Psychologe bereiten sie sorgfältig auf diesen Wechsel vor. Der Aufenthalt im Jugendhaus wird mit ca. vier Jahren angesetzt, wobei die Jugendlichen im Falle eines Studiums an der Universität länger dort bleiben können.

Das SOS Sozialzentrum in Mkallès wurde 1986, als der 25-jährigen Bürgerkrieges noch im Gange war, vom Libanesischen SOS-Kinderdorfverein gegründet. Es liegt im östlichen Vorort der Stadt Beirut, in einer großen Wohnung im vierten Stock. Ausschlaggebend für die Gründung dieses Sozialzentrums waren die Not und das Elend vieler Halbwaisenkinder, deren Los sich aufgrund des Krieges im Libanon und der Wirtschaftskrise zusehends verschlimmerte.

Das Sozialzentrum besteht im Wesentlichen aus einem Werkstätten- und Ausstellungsbereich (inkl. Lagerraum) sowie einem Büroteil für Sozialarbeiterinnen. In den Werkstätten arbeiten verwitwete Mütter an der Herstellung verschiedener Kunsthandwerksartikel wie z.B. traditionelle libanesische Puppen, Tischdecken, Handtücher und Polster. Diese Frauen, die allein für das Weiterbestehen ihrer Familie verantwortlich sind, können mit dieser Arbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Es werden regelmäßig Ausstellungen organisiert, bei denen diese handwerklichen Artikel verkauft werden.

Außerdem werden sie im SOS-Geschäft in Sin El Fil und in zahlreichen anderen Geschäften zum Verkauf angeboten. Im zweiten Teil des SOS-Sozialzentrums befinden sich drei Büros für die Sozialarbeiterinnen. Die betreuten Familien kommen hauptsächlich aus den Vororten von Beirut, aber auch aus dem Norden / Kfarhay und dem Süden des Landes / Chouf. Die Unterstützung der Familien wird über eine Dauer von zwei bis drei Jahren gewährt. Sie setzt sich zum Ziel, den Frauen zu helfen, einen Beruf zu erlernen oder ihnen den Wiedereinstieg ins berufliche Leben zu ermöglichen (Näherin, Friseurin) und somit auch wieder für ihre Familie sorgen zu können.

Außerdem werden die Kosten für medizinische Versorgung und die Schulkosten für ihre Kinder übernommen. Mittlerweile empfangen 130 bis 140 Familien jährlich die Hilfe vom SOS-Sozialzentrum. Das Hilfeprogramm, das beansprucht wird, wird im Laufe der Zeit immer wieder aktualisiert. Die Unterstützung war erfolgreich, wenn die Familie finanziell und sozial eigenständig leben kann.



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