1989 fand die Eröffnung des sechsten philippinischen SOS-Kinderdorfes in Ayala Alabang, einem Stadtteil der Hauptstadt Manila, statt. Das SOS-Kinderdorf liegt nur 10 Minuten von einem Einkaufszentrum entfernt. Es besteht aus acht Familienhäusern und den notwendigen Nebengebäuden auf einem Grundstück von ungefähr 1,2 ha. Hinter jedem Familienhaus wurde ein kleines Gemüsebeet angelegt. Neben dem Dorf befindet sich ein Kloster, das eine Vorschule betreibt. Auch Kinder aus dem SOS-Kinderdorf besuchen diese Schule.
1993 wurde eine SOS-Jungendeinrichtung eröffnet. Ältere Jungen aus dem SOS-Kinderdorf ziehen für gewöhnlich in die SOS-Jugendeinrichtung, sobald sie mit einer Berufsausbildung beginnen oder an eine höhere Schule wechseln. In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern.
Zukünftige SOS-Mütter und sonstige Mitarbeiter werden im SOS-Berufsbildungszentrum, das über einen Unterrichtsraum, eine Mehrzweckhalle und Zimmer für die Teilnehmer verfügt, ausgebildet.