Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
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In der Umgebung von Piliyandala gibt es mehrere SOS-Jugendeinrichtungen. Eine SOS-Jugendeinrichtung besteht aus Wohnungen und Häusern für Jugendliche aus den SOS-Kinderdörfern, die ein bestimmtes Alter erreicht haben. Begleitet von qualifizierten Betreuern, entwickeln die Jugendlichen realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Die SOS-Jugendeinrichtungen in Piliyandala verfügen auch über Werkstätten, wo Jugendliche eine Ausbildung in Holz- und Metallverarbeitung, Schweißen und Elektronik absolvieren können.
Als das SOS-Kinderdorf erbaut wurde, gab es in und um Piliyandala kaum Schulen. Es herrschte ein allgemeiner Lehrer- und Platzmangel, sodass viele Kinder nur 4 oder 5 Jahre zur Schule gehen konnten. 1985 wurde die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule zunächst als Grundschule eröffnet und dann einige Jahre später auch zur Oberschule erweitert. Die Schule gilt als Modellschule und bietet sowohl den SOS-Kinderdorfkindern als auch den Kindern aus der Umgebung eine qualitativ hochwertige Ausbildung bis zur Universitätsreife. Die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule hat eine Kapazität von ca. 850 Schülern. Die Schüler können unter vier Schulzweigen wählen: Naturwissenschaften, Mathematik, Handel und Geisteswissenschaften.
Der Unterricht erfolgt in Singhalesisch, alle Kinder lernen jedoch auch Englisch als Fremdsprache. Folgende Fächer werden unterrichtet: Singhalesisch, Buddhismus, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften, Sozialkunde, Tanz und Musik, Kunst, Landwirtschaft, Betriebskunde und Hauswirtschaft. Die Schule hat eine Bibliothek und einen Turnsaal. Die Kinder können verschiedene Sportarten, wie z. B. Volleyball oder Fußball, ausüben. Der Unterricht dauert von 7.45 bis 13.45 Uhr.
1997 wurde in Piliyandala ein SOS-Berufsbildungszentrum eröffnet. Dort werden SOS-Mütter und Angestellte geschult. Außerdem bietet das Zentrum verschiedene Programme für Jugendliche an. Es besteht aus Unterrichtsräumlichkeiten und Unterkünften für die Teilnehmer. Für SOS-Mütter im Ruhestand wurde neben dem SOS-Kinderdorf ein Wohnheim errichtet.