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Länderinformation über Albanien 

Landschaft
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Politik/Geschichte
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Kultur

Landschaft


Albanien ist sehr gebirgig, rund 70% der Fläche des Landes liegen in über 300 Metern Seehöhe. Von den flachen Küstenniederungen ausgehend steigt das Gelände auf mehr als 2.400 Meter an. Die schroffsten Gebirgszüge, die südlichsten Ausläufer des Dinarischen Gebirges, findet man im Norden, wo sich auch der höchste Berg des Landes, der Korab mit 2.751 Metern, erhebt.

Das Hochland südlich des Dinarischen Gebirges ist niedriger und erstreckt sich mit einer Reihe von Hochebenen und Bergketten Richtung Südosten um sich mit dem Pindusgebirge im Norden Griechenlands zu vereinen. Die Küstenregion umfasst Hügel und Täler, die sich zu den Küstenniederungen hin öffnen. Der längste Fluss Albaniens ist der Drin. Der Skutarisee im Norden, der Ohridsee im Osten und der Prespasee im Südosten sind die drei wichtigsten Seen des Landes.

Klima


An Albaniens Küste herrscht vorwiegend mediterranes Klima mit milden, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern. Im Landesinneren ist das Klima kontinentaler mit tieferen Temperaturen im Winter. In der Hauptstadt Tirana betragen die mittleren Temperaturen im Januar 8°C und im Juli 25°C.

Fauna/Flora


An der Küste Albaniens findet man typisch mediterrane Vegetation. Ungefähr 40% des Landes sind von Wäldern bedeckt, unberührte Wälder gibt es aber nur noch in den höheren, kaum besiedelten Regionen. Die häufigsten Baumarten sind Eiche, Ulme, Kiefer, Buche und Birke.

In den schwer zugänglichen Gebirgsregionen findet man noch einige wild lebende Tiere, wie z.B. Adler, Wölfe, Hirsche und Wildschweine. In den Seengebieten finden sich jedes Jahr große Scharen an Zugvögeln ein.

Politik/Geschichte


Die genaue Abstammung des albanischen Volkes liegt im Dunkeln, man geht jedoch davon aus, dass es sich bei den Albanern um direkte Nachfahren der Illyrer handelt. Im 3. Jahrhundert vor Christus gründete König Adrian ein Reich, dessen Ausdehnung etwa der Größe des heutigen Albanien entsprach. 168 vor Christus eroberte Rom das Königreich und regierte das Land als römische Provinz Illyrium für mehr als fünf Jahrhunderte.

Nach der Teilung des Römischen Reiches 395 nach Christus wurde Albanien Teil des Oströmischen Reiches, zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert siedelten sich verschiedene Barbaren-Stämme in dem Gebiet an. Zwischen dem 11. und dem 12. Jahrhundert wurde Albanien wiederholt von den Normannen angegriffen und 1190 gründete Fürst Progon einen unabhängigen Staat, der zwischen 1338 und 1430 nach und nach vom Osmanischen Reich erobert wurde, unter dessen Herrschaft das Land bis ins 20. Jahrhundert verblieb.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erwachte das albanische Nationalgefühl, das im November 1912 in der Unabhängigkeitserklärung gipfelte. 1925 erklärte sich Ahmed Zogu zum König des Landes und zwei Jahre später bildeten Italien und Albanien eine militärische und politische Allianz. Dieses Bündnis brachte 1939 die Besetzung Albaniens durch italienische Truppen mit sich.

Im November 1941 wurde die Kommunistische Partei Albaniens unter Generalsekretär Enver Hoxha gegründet. Im Januar 1946, nach der Vertreibung der italienischen Besatzer, schaffte die Nationalversammlung die Monarchie ab und rief die Volksrepublik Albanien aus.

Die kommunistische Führung Albaniens hielt an ihrem Streben nach Selbständigkeit fest und entwickelte in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts eine Reinheitsdoktrin, deren Grundsätzen folgend sie das Land vor jeglichen kulturellen Einflüssen aus dem Ausland abschirmte.

1985 folgte Ramiz Alia dem verstorbenen Enver Hoxha nach und ab 1989 versuchte Alia, die Isolation Albaniens zu brechen. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde 1992 Sali Berisha von der Demokratischen Partei Albaniens zum Präsidenten gewählt. Im Juni 2002 ging schließlich Alfred Moisiu siegreich aus den Präsidentschaftswahlen hervor.

Wirtschaft


Albanien verfügt über große Vorkommen an hochwertigen Chromerzen. Zu den wichtigsten Bodenschätzen zählen außerdem Erdöl, Kupfer-, Nickel- und Eisenerz, Kohle, Phosphate und Erdgas. 85% des Energiebedarfs Albaniens werden von Wasserkraftwerken gedeckt. Noch Ende der achtziger Jahre war die gesamte Industrie Albaniens verstaatlicht und alle landwirtschaftlichen Flächen kollektiviert.

1992 begann die Regierung mit der Durchführung von wirtschaftlichen Reformen, die vor allem Privatisierungen vorsahen. Nach heftiger Rezession in den Jahren 1990 und 1991 erholte sich die Wirtschaft von 1993 bis 1995 wieder. Seit Juli 1997 setzt die Regierung auf durchgreifende Maßnahmen zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung und zur Wiederbelebung der wirtschaftlichen Aktivität und des Handels. Trotzdem dieser Bemühungen lag die Arbeitslosenrate im Jahr 2002, offiziell, bei durchschnittlich 16,8%, und die Inflationsrate bei 5,4%.

Kultur


Während der Kulturrevolution der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts brach Albanien mit der Unterdrückung der albanischen Kultur, die zunächst unter den Türken und später von der kommunistischen Führung praktiziert wurde. Ein Beispiel für diese Unterdrückung ist etwa das Verbot von Unterricht in albanischer Sprache an Schulen, das erst 1880 aufgehoben wurde.

Ungeachtet der Schmähung albanischer Kultur gelangten albanische Schriftsteller wie Naim Prasheri (1846-1900) oder der Gegenwartsdichter Ismail Kadare zu Weltruhm. Heute fördert die Regierung die Bewahrung albanischer Traditionen und unterstützt beispielsweise traditionelle Handwerkskunst, Volkstanzgruppen und Veranstaltungen wie das Nationale Folklorefestival, das alle fünf Jahre in Gjirokastër stattfindet.



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