
Ferien sind die schönste Zeit im Jahr! - Foto: K.Ilievska
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"An einem warmen Sommertag, erzählte mir meine Mutter, dass wir einige Tage in den Bergen verbringen würden. Ich war sehr aufgeregt, als wir schließlich packten und den Minibus beluden. Aber dann - wir hatten Sarajevo noch nicht einmal ganz verlassen - schlief ich ein. Ich war so enttäuscht, dass ich die ganze Landschaft verpasst hatte.
Wir erreichten den Berg Rakitnica, gelegen inmitten wundervoller Natur. Ich war außer mir vor Freude! Wir packten unsere Sachen aus und aßen zu Mittag. Frische Luft macht mich immer so hungrig. Der nahe gelegene Fluss war zwar eiskalt, aber eines Tages schwammen wir trotzdem darin. An anderen Tagen gingen wir wandern, Beeren pflücken und erkundeten die Wälder. Am Ende wollte ich gar nicht mehr nach Hause.
In Sarajevo blieben wir nur ein paar Tage, weil es so entsetzlich heiß war. Gerade lange genug um unsere Kleidung zu waschen und uns auf die Küste vorzubereiten. Ich konnte es kaum erwarten ans Meer zu fahren. Ich habe schon öfter das Meer gesehen, kann mich aber leider nicht an den Namen erinnern. Als wir an der Küste ankamen, schlüpften wir sofort in unsere Badeanzüge und machten uns auf zum Strand. Die anderen Kinder und ich rannten sofort ins Wasser.

Viel zu erzählen: die SOS-Kinder von Sarajevo haben in den Ferien jede Menge erlebt - Foto: K.Ilievska
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Plötzlich spürte ich einen stechenden Schmerz. Ich hob mein Bein und innerhalb von Sekunden tropfte Blut aus einer Wunde. Es stellte sich heraus, dass ich mich an einem scharfkantigen Stein geschnitten hatte. Ich ging aus dem Wasser, um meiner Mutter den Schnitt zu zeigen und sie bekam Angst. Sie meinte, wir müssten sofort zum Arzt gehen und dass die Wunde wahrscheinlich genäht werden müsste. Also fuhren wir ins Krankenhaus.
Einige Tage später kam Onkel Damir zu Besuch. Ich bat ihn die Fäden zu entfernen, aber er meinte, das könne nur ein richtiger Arzt tun, deshalb fuhren wir wieder ins Krankenhaus. Es tat gar nicht weh und ich war froh, dass ich wieder schwimmen durfte.
Am letzten Tag bin ich auf einer gelben Gummiente übers Wasser geritten, die an einem kleinen Boot befestigt war. Das Boot zog die Ente und alle Kinder hatten einen Riesenspaß. Es war einfach toll! Als wir wieder nach Hause fuhren, betrachtete ich meine Narbe. Sie war recht klein, aber stimmte mich nachdenklich: Ich sollte vorsichtiger sein."