
Enisa beim Füttern von Koko, dem Papagei. (Fotos: K.Ilievska)
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Weißt du, wo mein Herz ist? Es ist in der Mitte vom Erdgeschoss. Es wird Spielzimmer genannt. In meinem Herzen wohnen nur die Kleinsten. Nicht, weil mein Herz so klein ist, sondern weil da ungefähr 60 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren spielen. Wenn sie mit ihren kleinen Füßen stampfen und kindlich lachen, wird mein Herz ganz warm.
Meine Kinder lieben Haustiere. Wir haben eine Schildkröte in diesem kleinen Zimmer und wir haben eine Katze, aber der Liebling von allen ist der Papagei. Es ist ein grüner Papagei und heißt Koko. Wir halten ihn in einem großen Käfig neben dem Eingang. Koko ist ein ruhiger Vogel, aber manchmal kann er sehr laut sein. Die Kinder lieben es, seine Laute nachzumachen. Lehrerin Enisa ist gerade dabei, Koko zu füttern. Sie öffnet immer vorsichtig den Käfig, gibt gemischtes Vogelfutter in seinen Futterkorb, wechselt das Wasser und überprüft die Kreide, womit Koko seinen Schnabel schärft. Nach dem Essen und Polieren seines Schnabels, liebt es Koko sich selbst im Spiegel anzusehen, der vom Gitterdach herunter hängt.

Da gibt's tolle Spielmöglichkeiten im Herzen des SOS-Sozialzentrums Sarajewo!
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Koko, der Papagei
Vor einigen Wochen regte sich Koko über etwas so sehr auf, dass er den Spiegel in Millionen kleine Stücke schlug. Glücklicherweise hatte Enisa einen Ersatzspiegel. Dutzende Kinder versammelten sich um den Käfig, um zuzuschauen, wie Enisa den Spiegel austauscht. Inmitten der Menge wurde Koko plötzlich nervös und biss irrtümlicherweise Enisa in den Finger.
Während sie den Kindern erklärte, warum sie nicht die Finger in den Käfig stecken sollten, entwickelten die Kinder eigene Theorien vom Vorfall. "Er ist hungrig!", schrie Maid. "Nein! Er ist böse auf die Lehrerin", korrigierte ihn Alen. "Ich glaube, er ist auf uns alle böse, weil wir sein Quietschen nachmachen", sagte Enis. "Nein, nein", meinte Sanela, "Er war verärgert, weil er sein Aussehen nicht im Spiegel kontrollieren konnte, bevor Gäste kamen, um ihn zu bewundern."

Fröhliche Kinder im "lachenden Haus".
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Im Wald verirrt...
Eines Tages lernten die Fünfjährigen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie sich verirren. Lehrerin Raza spielte Waldgeräusche vor. Die Kinder erkannten Vögel, Donnergeräusche, einen Löwen und ein Fahrrad. Dann fragte Raza, was man denn tun müsse, wenn man im Wald verloren geht. Hier sind die originellsten Antworten:
"Ich würde meinen Verstand einschalten und den Spuren von den Wildtieren folgen", sagte Edis.
"Ich würde geradeaus und im Kreise gehen, bis ich die Menschen finde", antwortete Dzevad.
"Ich würde einen Polizeimann suchen, der alle Adressen kennt", war Maida überzeugt.
"Ich würde den Waldaufseher aufsuchen und mit seinem Handy einen Polizisten anrufen", erklärte Vesna.
"Ich würde dem Aufseher meinen Namen, meine Adresse und die Namen meiner Eltern mitteilen", fügte Denis stolz hinzu. "Und wie heißen deine Eltern?", fragte die Lehrerin Raza nach. Prompt antwortete Denis: "Der Name meiner Mutter ist Emina und mein Vater heißt Dad!"