Hauptstadt: Kopenhagen
Fläche: 43.094 km²
Bevölkerungszahl: 5,3 Millionen (Schätzung Dezember 2000)
Bevölkerungsgruppen: Dänen (97%), Einwanderer aus Skandinavien, der Türkei, Iran und Pakistan (2,2%), Minderheit an Deutschen
Amtssprache(n): Dänisch
Religion(en): Evangelisch-lutheranische Kirche (90%)
Währung: 1 Dänische Krone = 100 Øre
Inspiriert von der "Reiskornaktion" 1963 initiierten einige Mitglieder der dänisch-österreichischen Gesellschaft, angeführt von Maria Crone und Mitzi Sidenius - beide österreichischer Abstammung, welche nach dem 1. Weltkrieg als Kind von Wien nach Dänemark evakuiert worden waren - und mit Unterstützung von Dr. Egon Hofreiter von SOS-Kinderdorf International die Bildung des "Komitees der Dänischen Freunde der SOS-Kinderdörfer". Aus dem Erfolg dieser ersten Mittelbeschaffungskampagne konnten zwei Familienhäuser im ersten außereuropäischen SOS-Kinderdorf in Daegu, Südkorea, finanziert werden. Der Verein "SOS-Børnebyerne, Danmark" wurde im November 1964 offiziell gegründet, das in Kopenhagen eingerichtete Büro aber noch bis 1970 durch Freiwillige betrieben.
Da es bis zum heutigen Zeitpunkt keine SOS-Kinderdörfer oder sonstige Einrichtungen in Dänemark gibt, liegt die Hauptaktivität des dänischen Vereins darin, die Förderung der Ziele der SOS-Kinderdörfer sowie die Beschaffung von Mitteln über Patenschaften und Spenden für SOS-Kinderdorf-Projekte vor allem in der Dritten Welt sicherzustellen. Die Gründung des dänischen Komitees und der große Einsatz des ersten Geschäftsführers, A.C. Feirup, ermöglichten dem dänischen Verein die Finanzierung zuerst von einzelnen Familienhäusern in SOS-Kinderdörfern, später die Übernahme von gesamten SOS-Kinderdorf-Projekten in allen Kontinenten der Welt.
1982 wurde das erste zur Gänze vom dänischen Verein finanzierte SOS-Kinderdorf für tibetanische Kinder in Mussoorie, Indien, eröffnet. Ein Film, welcher anlässlich der Eröffnung des SOS-Kinderdorfes gemacht wurde, führte zur Gründung der ersten drei Freiwilligen-Unterstützungsgruppen in Ballerup, Radio Dänemark und Værløse. Seit damals haben sich immer mehr solcher Gruppen gebildet. Derzeit gibt es bereits über 30, die über das ganze Land verstreut sind.
Unter anderem mit ihrer Hilfe gelang es in den Folgejahren weitere SOS-Kinderdörfer unter anderem in Ruanda, Botswana, Nicaragua, Laos und Estland (gemeinsames Projekt mit anderen skandinavischen Vereinen) zu aufzubauen.
Über mehrere Jahre hindurch war der dänische Verein auch in Island tätig. In den frühen 90er-Jahren wurde jedoch ein unabhängiger isländischer Verein gegründet, welcher aber immer noch stark mit der Arbeit des dänischen Vereins verbunden ist. 1995 übernahm Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Benedikte, die jüngere Schwester der dänischen Königin, die Schirmherrschaft über den dänischen SOS-Kinderdorf-Verein. Mittlerweile kann SOS-Kinderdorf in Dänemark bereits auf die Unterstützung von über 120.000 Paten und Freunden zählen. Derzeit ist "SOS-Børnebyerne Danmark" an mehreren neuen Projekten in Asien, Afrika und Lateinamerika beteiligt.
Website von SOS-Kinderdorf Dänemark(verfügbar auf Dänisch)