SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Nachdem der 22-jährige Lehrer Gilbert Cotteau 1953 in einem Zeitungsbericht über Hermann Gmeiner gelesen hatte und sich noch im selben Jahr persönlich mit ihm in Imst traf, gründete er im April 1954 den Verein "Village d'Enfants SOS de Busigny". Im September 1956 erfolgte in Anwesenheit von Hermann Gmeiner in Busigny (Département Nord) die Grundsteinlegung für das erste SOS-Kinderdorf außerhalb Österreichs.
Auf Initiative des Straßburger Geschäftsmannes Charles Kraemer wurde die Idee Hermann Gmeiners in den 60er Jahren auch im Elsass verwirklicht. Im November 1960 fand in Obernai die Grundsteinlegung für das elsässische SOS-Kinderdorf statt, das bis heute von einem eigenen SOS-Kinderdorf-Verein geführt wird.
Um auch die SOS-Kinderdorf-Arbeit außerhalb Frankreichs zu fördern, wurde 1979 ein eigener Verein gegründet, der sich jedoch 1997 mit dem französischen Hauptverein, heute bekannt unter dem Namen "SOS Village d'Enfants", zusammenschloss. 1994 setzte sich der französische SOS-Kinderdorf-Verein für die Errichtung eines SOS-Kinderdorfes auf Tahiti ein, einer Insel in Französisch Polynesien.
In Frankreich selbst entstanden im Laufe der Zeit neben SOS-Kinderdörfern auch ein SOS-Jugendhaus und mehrere berufsbildende Einrichtungen, um den Bedürfnissen der Jugendlichen besser gerecht zu werden und ihnen den Schritt in die Selbständigkeit und die Integration ins Berufsleben zu erleichtern.
Zurzeit gibt es in Frankreich 13 SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung und zwei SOS-Berufsbildungszentren.
Website von SOS-Kinderdorf Frankreich
(verfügbar auf Französisch)