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Länderinformation über Griechenland 

Landschaft
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Politik/Geschichte
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Landschaft


Griechenlands ist vornehmlich gebirgig und geprägt von Bergketten, die das Land durchziehen. Der mächtigste Gebirgszug ist das Pindusgebirge, das Griechenland von Norden nach Süden durchzieht und einem Rückgrat gleich das Land in zwei klar abgegrenzte Teile, einen westlichen und einen östlichen, gliedert.

Das Zentrum des Gebirgsmassivs ist dünn besiedelt und sehr unwegsam. Im Norden Griechenlands liegt die höchste Erhebung des Landes, der Olymp mit 2.917 m. Im Osten des Landes herrschen Ebenen vor, die fruchtbarsten Böden finden sich auf der Halbinsel Attika. Auch die Inselwelt spielt mit mehr als 9.000 Inseln und mehreren Archipelen eine prägende Rolle.

Klima


Griechenland ist von typischem Mittelmeerklima geprägt. Die heißen und trockenen Tage des Sommers werden, besonders im Norden und in den Küstenregionen, immer wieder durch frische Brisen gemildert. In den Ebenen des Südens sind die Winter mild und niederschlagsreich, im Norden jedoch viel härter und mit Schneefällen.

Fauna/Flora


Etwa ein Drittel Griechenlands ist bewaldet, häufigste Baumarten sind Pappel, Zypresse, Edelkastanie, Fichte, Pinie, Tanne und Olivenbaum. Außerdem gibt es eine Vielzahl wilder Blumen, wie Anemonen, Veilchen, Tulpen, Narzissen und viele andere. Zu den Wildtierarten zählen Wildschwein, Bär, Wildkatze, braunes Eichhörnchen, Schakal, Fuchs, Hirsch und Wolf.

Die Vogelwelt umfasst etwa 358 Arten, zwei Drittel davon sind Zugvögel. Etwa 246 Meerestierarten sind in den Meeren beheimatet, darunter Rote Meeräsche, Hummer, Garnelen, Krabben, Austern und verschiedene Muscheln. Auch Delphine kann man in griechischen Gewässern immer wieder beobachten.

Politik/Geschichte


Griechenlands war bereits im Paläolithikum besiedelt, jedoch entwickelte sich erst ab dem 3. Jahrtausend vor Christus mit der Ägäischen Kultur die erste hochentwickelte Zivilisation. Im Laufe des 2. Jahrtausends vor Christus ließen sich Achäer, Ionier, Äolier und später Dorer auf der griechischen Halbinsel nieder und bildeten Stadtstaaten mit stark ausgeprägter, hierarchischer Gesellschaftsstruktur. Ihre Politik im Bereich Handel, Kriegsführung, Bündnisse und Allianzen machte Athen und Sparta zwischen dem 8. und 6. Jahrhundert vor Christus zu den mächtigsten Städten der Halbinsel mit jeweils klar unterschiedlichen politischen Strukturen.

Die Expansionsbestrebungen Persiens und die Eroberung griechischer Städte führten zwischen 492 und 449 vor Christus zum Ausbruch der Perserkriege, aus denen Griechenland siegreich hervorging. Nach Beendigung der Kriege erlebte Athen ein goldenes Zeitalter in dem beeindruckende Werke der Literatur, Architektur, Philosophie usw. entstanden.

Bewaffnete Konflikte zwischen Sparta und Athen schwächten die beiden Städte derart, dass 338 vor Christus Makedonien die Vorherrschaft über die Halbinsel erringen konnte, das zwischen 334 und 324 vor Christus unter Führung Alexander des Großen einen Großteil Kleinasiens unterwerfen und die griechische Kultur verbreiten konnte. Nach seinem Tod zerfiel das Reich und die folgenden Jahrhunderte waren von internen Konflikten gekennzeichnet, sodass 146 vor Christus die Eroberung durch Rom gelang.

Nach dem Zerfall des Römischen Reiches im Jahr 395 nach Christus wurde Griechenland zu einem Teil des Byzantinischen Reiches, das schließlich im 12. Jahrhundert von Kreuzrittern erobert und Athen zu einem Fürstentum wurde.

1460 besiegten die Türken Konstantinopel und drangen in Griechenland ein, das die kommenden fast vierhundert Jahre unter osmanischer Herrschaft verblieb. Die Griechen konnten jedoch ihre Sprache und Religion bewahren und Ende des 18. Jahrhunderts keimte ein Nationalgefühl auf, das 1821 zum Unabhängigkeitskrieg führte.

Die Unabhängigkeit Griechenlands wurde 1830 durch Russland und England besiegelt, die 1833 Otto von Bayern zum griechischen König ernannten. Er musste 1862 abdanken, nachdem ihm die Vertretung ausländischer Interessen vorgeworfen worden war. 1863 wurde der dänische Prinz Georg zum neuen König gekrönt. Ihm gelang es zwischen 1906 und 1913 - dem Jahr seiner Ermordung - wichtige Gebiete zurückzugewinnen, wie etwa die Insel Kreta und - nach den Balkankriegen - Makedonien. Auf Georg folgte sein Sohn Konstantin, der trotz seiner Sympathien für Deutschland im 1. Weltkrieg neutral blieb, bis ihn 1917 die Alliierten zwangen, Deutschland den Krieg zu erklären.

Die Zwischenkriegszeit war politisch gesehen sehr turbulent und von Abdankungen, Restaurationen, Übergangsregierungen und der Diktatur Ioannes Metaxas' (1936-41) geprägt.

Im 2. Weltkrieg besetzten italienische Truppen Griechenland, nach ihrer Vertreibung fiel das Land trotz Gegenwehr den Deutschen in die Hände. 1944 zogen sich die deutschen Truppen aus Griechenland zurück und ein Bürgerkrieg brach aus.

1946 wurde die Monarchie wieder eingesetzt, doch 1967 putschte das Militär und die Regierungsjunta schaffte sie 1973 wieder ab. Nach Studentenprotesten im Jahr 1974 trat die Militärjunta zurück und 1975 wurde die erste republikanische Verfassung des Landes erlassen. Seither ist Griechenland eine parlamentarische Demokratie mit einem Präsidenten an der Spitze des Staates. Im Februar 2000 wurde Konstantinos Stefanopoulos im Präsidentenamt bestätigt.

Wirtschaft


Die Landwirtschaft spielt in Griechenland mit einem Anteil von 18% der erwerbstätigen Bevölkerung nach wie vor eine wichtige Rolle, wobei hier vor allem der Anbau von Tabak und Oliven von Bedeutung ist. Die wichtigsten Industriezweige sind die Lebensmittel-, Metall- und Verarbeitungsindustrie, Tourismus, Maschinenbau und die Herstellung von Transportausrüstung. Die Industrie trägt mit 25% zum Bruttoinlandsprodukt bei und beschäftigt 26% der Bevölkerung. Im Jahre 2002 belief sich die Arbeitslosenrate auf 10%, die Inflationsrate lag bei 3,5%.

Kultur


Die Errungenschaften des antiken Griechenland im Bereich Architektur, bildende Kunst, Juwelierskunst, Theater, Philosophie und Wissenschaft suchen nach wie vor ihresgleichen, das moderne Griechenland hütet somit ein kulturelles Erbe von unschätzbarem Wert. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in den ländlichen Gegenden rund um Athen und Piräus unter der armen Bevölkerung eine traditionelle Musikrichtung, der Rembetiko.

Die Musiker schufen einen unverwechselbaren Stil, der sich einer Anpassung an die gängigen griechischen und europäischen Musiktraditionen widersetzte. Diese Musikrichtung veränderte sich im Lauf der Zeit und ist heute unter dem Namen Bouzouki bekannt.



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