Hauptstadt: Luxemburg
Fläche: 2.586 km²
Bevölkerungszahl: 426.000 (Dezember 2000)
Bevölkerungsgruppen: Luxemburger, Portugiesen, Italiener, Franzosen, Belgier, Deutsche
Amtssprache(n): Französisch, Deutsch und Lëtzebuergesch
Religion(en): Römisch-katholisch (95%), Protestantisch (1%)
Währung: 1 Euro = 100 Cent
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Am 10. Juli 1963 gründete Marcel Nilles den luxemburgischen SOS-Kinderdorf-Verein "Fondation Lëtzebuerger Kannerduerf". Herr Nilles hatte sich bereits seit 1961 eingehend mit der SOS-Kinderdorf-Idee vertraut gemacht und war 1962 zur ersten internationalen Pädagogiktagung von SOS-Kinderdorf in Hinterbrühl eingeladen worden. Als Mitglied der Vinzenz-Konferenz der Pfarrei Rodingen war er sehr um das Wohl notleidender Kinder bemüht und kannte infolgedessen die Situation in den Waisenhäusern Luxemburgs. 1965 erwarb der Verein ein Grundstück in Mersch, einem Ort im Zentrum des Landes, wo bald darauf mit den Bauarbeiten für das SOS-Kinderdorf begonnen wurde. 1968 waren die ersten Häuser fertiggestellt und die ersten Familien konnten in das SOS-Kinderdorf Mersch einziehen.
1974 rief Herr Nilles den Förderverein "SOS-Interfonds A.S.B.L." (jetzt "SOS Villages d'Enfants Monde asbl. Luxembourg") ins Leben, um SOS-Kinderdorf-Projekte weltweit finanziell zu unterstützen. In den achtziger Jahren wurden die ersten SOS-Jugendeinrichtungen in Luxemburg eröffnet sowie ein Programm zur Unterstützung von ehemaligen SOS-Jugendliche eingerichtet. Um die Chancen der Jugendlichen für ihre berufliche Integration zu steigern, wurden Lehrwerkstätten für eine berufsvorbereitende Ausbildung eingerichtet.
Zur Zeit gibt es in Luxemburg ein SOS-Kinderdorf, eine SOS-Jugendeinrichtung, ein SOS-Berufsbildungszentrum und zwei SOS-Sozialzentren.