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Länderinformation über Österreich 

Landschaft
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Landschaft


Die südlichen und westlichen Landesteile werden von den Alpen geprägt, deren höchste Erhebung der Großglockner mit 3.797 m ist. Im Norden erstreckt sich das bewaldete Hochland des Böhmischen Massivs entlang der Grenze zur Tschechischen Republik. Im Osten bildet die Donau, der wichtigste Fluss Österreichs, ein fruchtbares Tal und eine Ebenenlandschaft, in der sich der Großteil des Ackerlandes befindet. Die Bundesländer Kärnten und Salzburg verfügen über zahlreiche Seen.

Klima


Das Klima in Österreich ist je nach Höhenlage sehr unterschiedlich, im Großteil des Landes herrscht jedoch gemäßigtes mitteleuropäisches Klima mit einem Julimittel von 19°C und 6°C im Januar vor. Die Niederschläge verteilen sich gleichmäßig über das ganze Jahr.

Fauna/Flora


Fast die Hälfte des Landes ist bewaldet, in tieferen Lagen herrschen Eichen und Buchen vor, in höheren Lagen dominieren Nadelbäume. Die Baumgrenze beginnt in etwa 2000 m Seehöhe, auch Orchideenarten, Edelweiß und Mohnblumen sind bis in diese Höhen anzutreffen. In den alpinen Regionen leben Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere, in den Ebenen dominieren Wildschweine und Hirsche, die Gewässer beherbergen mehr als 74 verschiedene Fischarten.

Geschichte/Politik


Die ältesten Zeugnisse menschlichen Lebens stammen aus dem Paläolithikum. In den folgenden Jahrhunderten besiedelten verschiedene Stämme wie Räter, Illyrer und Kelten das Gebiet des heutigen Österreich. Um das 16. Jahrhundert vor Christus besetzten die Römer die Stammesgebiete und machten sie zu römischen Provinzen.
Ab dem Jahr 166 nach Christus griffen durch den Reichtum angezogene germanische Barbaren-Stämme, wie Alemannen, Goten, Lombarden, Vandalen und Awaren, die Grenzen des römischen Imperiums an und konnten sich im 6. Jahrhundert nach Christus auf österreichischem Boden niederlassen. Streitigkeiten zwischen den Stämmen wurden schließlich von Karl dem Großen beendet, der das Gebiet 803 eroberte, die Ostmark im Donautal begründete und die Bevölkerung christianisierte.

Gegen 1278 kamen die Habsburger an die Macht und herrschten bis zum Ende des 1. Weltkrieges. Unter der Herrschaft Kaiser Maximilians weiteten die Habsburger dank kaiserlicher Heiratspolitik ihr Herrschaftsgebiet aus. So vermählte sich sein Sohn Philipp der Schöne mit Johanna der Wahnsinnigen, Tochter des Königs von Spanien. Aus dieser Verbindung entstammten zwei Söhne, Karl, der spätere Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, und Ferdinand, der Wien zur Residenzstadt machte und als erster Habsburger zum König Österreichs, Ungarns und Böhmens gekrönt wurde. Karl dankte 1556 zugunsten seines Bruders Ferdinand ab.

Philipp II., der Sohn Karls, übernahm später das spanische Erbe des Vaters und teilte das Reich in eine spanische Linie der Habsburger und eine österreichische Linie. Im folgenden Jahrhundert wurde Österreich in Religionskriege verwickelt, die 1630 zum Dreißigjährigen Krieg führten und den Zerfall des Heiligen Römischen Reiches mit sich brachten.

Ab dem 15. Jahrhundert versuchten die Türken erfolglos, ungarisches Gebiet zu erobern. 1526 konnten sie ihr Vorhaben jedoch verwirklichen und versuchten in den kommenden 150 Jahren, auch kaiserliches Territorium für sich zu gewinnen. 1680 nutzten die Türken einen Aufstand der Ungarn gegen Österreich, um auf österreichisches Gebiet vorzudringen und belagerten 1683 Wien, das vom polnischen König Jan III. Sobieski befreit wurde.

1740 bestieg Maria Theresia den Thron, unter ihrer Regentschaft wurde die Macht zentralisiert und einige Reformen durchgeführt. Nach der Niederlage gegen Napoleon in der Schlacht bei Austerlitz (1805) zerfiel das Heilige Römische Reich und das Kaiserreich Österreich unter Kanzler Metternich wurde begründet. Die Revolution im Jahr 1848 zwang Kaiser Ferdinand zur Abdankung, ihm folgte Franz Josef.

In Ungarn entwickelten sich separatistische Bewegungen, die zunächst unterdrückt wurden, 1867 aber zur Bildung der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn führten. Am 28. Juni 1914 wurden Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gattin in Sarajewo Opfer eines serbischen Anarchisten und kurz darauf brach der 1. Weltkrieg aus, der das Ende der Monarchie und die Ausrufung der Republik nach sich zog.

Soziale und politische Konflikte in der jungen Republik konnten von der regierungsbildenden Christlich-Sozialen Partei nicht gelöst werden, wodurch der Anschluss Österreichs an das Dritte Reich im Jahr 1938 ermöglicht wurde und so zur Beteiligung Österreichs am 2. Weltkrieg führte.

1955 wurde der Staatsvertrag unterzeichnet, durch den Österreich seine Unabhängigkeit und Souveränität wiedererlangte, unter anderem unter der Bedingung, neutral zu bleiben. In den folgenden Jahrzehnten versuchte Österreich, wirtschaftliche Schwierigkeiten zu beseitigen und trat 1972 der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und 1995 schließlich der Europäischen Union bei. Seit 2004 ist Dr. Heinz Fischer Präsident des Landes.
 

Wirtschaft


Dank der schrittweisen Entwicklung Österreichs vom Agrarland zur Industrienation verfügt das Land über eine moderne Wirtschaftsstruktur. Die wichtigsten Industriezweige umfassen Maschinenbau, Textilindustrie, Eisen- und Stahlproduktion, sowie die Nutzholzgewinnung und -verarbeitung. Die Arbeitslosigkeit lag 2002 durchschnittlich bei 6,9%, und die Inflation bei 1,8%.

Kultur


Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Anton Bruckner, Joseph Haydn, Franz Schubert, Johann Strauß (Vater und Sohn), Ludwig van Beethoven, Franz von Suppé, Gustav Mahler, Alban Berg, Anton Webern, Franz Lehár und Arnold Schönberg haben das kulturelle Leben des Landes im 18. und 19. Jahrhundert, unterstützt durch großzügiges Mäzenatentum des Hauses Habsburg, bereichert. Das musikalische Erbe Österreichs, mit den Wiener Sängerknaben und den Wiener Philharmonikern, der Wiener Staatsoper, dem Musikverein und dem Konzerthaus, genießt auch heute noch Weltruf.

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