Das dritte SOS-Kinderdorf wurde 1998 in Siedlce fertiggestellt und besiedelt. Da immer mehr Jugendliche in dem SOS-Kinderdorf Krasnik heranwuchsen, wurden im Frühjahr 2001 in der gleichnamigen Stadt Wohnungen für eine SOS-Jugendeinrichtung gekauft und anschließend renoviert. Ein Jahr später wurde in einem Familienhaus im SOS-Kinderdorf Bilgoraj das Übergangsheim "Winnie-the-Pooh" eingerichtet. Dort finden verwaiste Kinder und solche, um die sich die Eltern nicht kümmern können, kurzfristig, bis zur Klärung ihres rechtlichen Status Unterkunft und Betreuung.
Ein weiteres Übergangsheim wurde in der Stadt Ustron eingeführt. Im Frühjahr 2004 startete SOS-Kinderdorf Polen das Familienförderprogramm „Haven“ in Lublin. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Polen direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Der Bau des vierten SOS-Kinderdorfes begann im Sommer 2004 in Karlino. Diese Stadt befindet sich im Nordwesten des Landes, wo große Armut aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit herrscht. Viele Kinder können aus diesem Grund von ihren Eltern nicht mehr betreut werden und der Bedarf nach einer langfristigen, familienähnlichen Betreuung war somit sehr groß. Im Sommer 2005 wurde das SOS-Kinderdorf Karlino besiedelt. Das SOS-Kinderdorf Siedlce wurde Ende 2006 um eine SOS-Jugendeinrichtung erweitert.
Im Jahre 2007 wurde der beliebte Playbus auch in Polen eingeführt. Ziel dieses Projektes ist es, den Kindern das Spielen zu ermöglichen und ihnen auf diese Weise soziale Fähigkeiten beizubringen.
Zurzeit gibt es in Polen vier SOS-Kinderdörfer, drei SOS-Jugendeinrichtungen und vier SOS-Sozialzentren (davon zwei Übergangsheime).
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