Die Kinder in Russland brauchen Ihre Hilfe!
Auch wenn sich die wirtschaftliche Lage Russlands in den vergangenen Jahren verbessert hat, so leiden doch vor allem in den ländlichen Gebieten immer noch viele Menschen große Not. Besonders Familien mit Kindern fehlt es oft am Nötigsten. In den vergangenen Jahren hat sich zudem die Zahl der russischen Straßenkinder noch einmal drastisch erhöht, besonders in großen Städten wie Moskau und Sankt Petersburg. Viele dieser Kinder müssen entweder stehlen, mit Drogen handeln oder sich prostituieren, um überleben zu können.
- Die Anzahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, ist in den vergangenen Jahren gesunken. Trotzdem mangelt es immer noch etwa zehn Prozent der knapp 143 Millionen Russen am Nötigsten.
- Wie viele Kinder in Russland auf der Straße leben ist nicht bekannt. Die Zahlen, die teils von offiziellen Stellen gemeldet oder von Hilfsorganisationen geschätzt werden, reichen von 150.000 bis zu 730.000 Straßenkindern. Es ist davon auszugehen, dass rund die Hälfte in der Familie Gewalt erlebt hat und deshalb ihr Zuhause verlassen hat.
- Die Zahl der mit Aids infizierten Menschen steigt weiter an. Weltweit belegt Russland den dreizehnten Platz in der Aids-Länderstatistik, welche die mit HIV infizierten Menschen eines Staates zählt.
- Auch wenn die Arbeitslosenquote in Russland im Gesamten gesunken ist, fällt dieser Rückgang regional doch sehr unterschiedlich aus. Während die Menschen in Ballungszentren wie Moskau und St. Petersburg eher Arbeit haben, ist in ländlichen strukturschwachen Gebieten eine feste Beschäftigung nach wie vor Mangelware.
- Die Rate der Kinder, die noch vor ihrem fünften Geburtstag sterben, ist eine der höchsten in ganz Osteuropa.
Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Russland!
In Russland gibt es vier SOS-Kinderdörfer, in denen rund 330 Kinder ein Zuhause gefunden haben. Doch unsere Arbeit in Russland reicht weit über diese Dörfer hinaus. So haben wir beispielsweise im Jahr 2006 ein Pflegefamilienprojekt in der Hafenstadt Murmansk übernommen, das vom SOS-Kinderdorf Kandalakscha aus koordinieret wird. Kinder, die nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können, finden in Pflegefamilien einen behüteten Platz, an dem sie sich entwickeln können. Den Pflegeeltern stehen wir mit unserer pädagogischen Erfahrung zur Seite und geben entsprechende Kurse. Auch die leiblichen Eltern sind in das Projekt mit eingebunden.
Ein weitere wichtiger Bestandteil der SOS-Arbeit in Russland sind unsere Familienstärkungsprogramme, welche von den SOS-Sozialzentren betreut werden. Ziel dieser Initiativen ist es, Familien in prekären Situationen vor dem Zerbrechen zu bewahren. Die Art der Unterstützung ist vielfältig und den jeweiligen Bedürfnissen der Familien angepasst: Finanzielle Unterstützung, Erziehungsberatung und medizinische Versorgung gehören beispielsweise zur SOS-Familienstärkung.
Derzeit gibt es drei Initiativen dieser Art: in den Sankt Petersburger Stadtteilen Krasnogvardeisky und Admiralteisky sowie in der Nachbarschaft des SOS-Dorfes Kandalakscha. Weit mehr als 1000 Menschen profitieren von diesen Einrichtungen. Darunter sind auch viele junge Mütter, die sich an unserem Projekt "Together with Mother" beteiligen. In den ersten zwölf Monaten nach der Geburt ihres Kindes unterstützen wir die jungen Familien wo es geht, um ihnen einen guten Start zu ermöglichen und um Schwierigkeiten vorzubeugen.
Heute gibt es in Russland folgende SOS-Einrichtungen: vier Kinderdörfer, zwei Sozialzentren und drei Jugendeinrichtungen (zwei weitere befinden sich derzeit im Bau).
Website von SOS-Kinderdorf Russland (verfügbar auf Russisch und Englisch)