
"Unsere Lehrerin ist wunderbar!" - Foto: M. Mägi
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Die diesjährigen ABC-Schützen aus dem SOS-Kinderdorf St. Petersburg gehen richtig gerne in die Schule. Das hat vor allem einen Grund: Ihre Lehrerin ist Margarita Aleksandrova.
"Ich mag unsere Lehrerin. Sie ist wunderbar", sagt die siebenjährige Nastya. So wie sie denken alle der fünf Kleinen aus dem SOS-Dorf, die Frau Aleksandrovas Klasse besuchen. Aber nicht nur die Kinder sind von ihr begeistert, sondern auch die SOS-Mütter: "Wir sind wirklich froh, dass sie die fünf Schulanfänger unterrichtet. Sie hilft uns sehr."
Margarita Aleksandrova beschränkt ihre Arbeit als Lehrerin nicht nur auf den Unterricht im Klassenzimmer. Sie besucht unter anderem auch das Kinderdorf St. Petersburg, um mit den Eltern zu sprechen. "Wenn die Mütter irgendeinen Rat brauchen oder eine Frage haben, dann will ich für sie da sein", sagt Frau Aleksandrova. Dieses Engagement hat auch einen persönlichen Beweggrund. Die Lehrein verbindet eine lange Freundschaft mit dem SOS-Kinderdorf St. Petersburg. Polina, eine der ABC-Schützen, kennt sie beispielsweise schon seitdem die Kleine ins Kinderdorf kam. "Ihre SOS-Mutter war meine Klassenkameradin in der Schule. Ich habe öfter auf ihre Schützlinge aufgepasst, wenn sie etwas zu erledigen hatte. Jetzt fühlt es sich manchmal fast so an, als seien es meine eigenen Kinder", erzählt Frau Aleksandrova.

Lernen macht Spaß! - Foto: M. Mägi
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Die Freundschaft, die alle verbindet, macht vieles einfacher: Sowohl das Leben im Dorf als auch in der Schule. "Ich kenne die Kinder und ihre Probleme", sagt Frau Aleksandrova. "Die Mütter und ich können uns gut untereinander austauschen", ergänzt sie. Aber ganz ohne Schwierigkeiten kann es selbst in der Klasse von Frau Aleksandrova nicht gehen. "Mich stören die streitenden Jungs", sagt die sechsjährige Anna. Frau Aleksandrova hat die Streithammel daraufhin auseinandergesetzt. Jetzt hat der etwas lebhafte Sergej einen Platz in der ersten Reihe, wo sie ihn besser unter Kontrolle hat. Sergejs Mutter wundert das nicht, denn der Junge ist sehr aufgeweckt: "Wenn er nachhause kommt, hat er nicht mal Zeit von der Schule zu erzählen. Er ist gleich wieder auf dem Weg nach draußen", erzählt seine Mutter. Dort wird dann erst mal Fußball gespielt. "Er ist wie eine Propeller oder Wirbelwind", sagt sie.
Aber glücklicherweise bedeutet der Beginn der Schulzeit nicht, dass es mit dem Spielen vorbei wäre und nur noch gelernt werden müsste. Frau Aleksandrova erlaubt den Kindern beispielsweise auch Spielzeug in die Schule mitzubringen. "Trotzdem lernen wir natürlich mehr als wir spielen. Wir versuchen die Arbeit und das Spiel zu verbinden", sagt Frau Aleksandrova. Es kommt eben auf die richtige Mischung an.