
Frühjahrsputz im Badezimmer - Fotos: Marko Mägi
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Ein weiser Mensch hat einmal gesagt, dass es weltweit genau eine Sache gibt, mit der alle Kinder Schwierigkeiten haben - ganz unabhängig davon, wie sie aufwachsen, wo sie leben und ob sie reich oder arm sind: Für jedes Kind ist es schwierig aufzuräumen. Da sind auch die Kleinen im SOS-Kinderdorf Pushkin keine Ausnahme.
Im russischen Kinderdorf Pushkin ist jeden Samstag Großputz angesagt. "Uborka" nennen die Kinder diesen Tag in ihrer Landessprache. Wenn die neunjährige Alesya und Daniel (6) an so einem Samstag mit der Arbeit beginnen, dann steht ihnen der Unmut förmlich ins Gesicht geschrieben. Es dauert dann immer ein bisschen, bis sie sich damit abgefunden haben und richtig loslegen. Aber dann hält sie nichts mehr auf. Daniel und Alesya sind erst seit ein paar Monaten im Kinderdorf. "Sie geben sich wirklich große Mühe beim Aufräumen", sagt ihre Mutter Elena und ergänzt: "Manchmal brauchen sie noch ein wenig Hilfe, aber wenn sie dann verstanden haben, was zu tun ist, dann machen sie das nahezu perfekt."

Erst aufräumen - und dann raus zum Spielen! Danil (6) und SOS-Mutter Elena.
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In den Familienhäusern des Kinderdorfes wird natürlich nicht nur einmal wöchentlich geputzt, es gibt auch eine Regel für die täglich anfallenden Arbeiten. "Im Erdgeschoss unseres Hauses muss jeden Tag aufgeräumt werden", sagt SOS-Mutter Elena. Jedes Kind übernimmt dabei eine spezielle Aufgabe, für die es eine Woche lang die Verantwortung trägt. So kümmert sich beispielsweise eines der Kinder um den Abwasch und ein anderes darum, dass der Tisch sauber abgeräumt wird. In der darauf folgenden Woche werden die Aufgaben dann getauscht.
Unter den Kindern im SOS-Kinderdorf Pushkin gibt es auch ein paar recht experimentierfreudige Putzer, so etwa den neunjährigen Sasha. "Mama, kann ich die Wände waschen?", rief der Kleine kürzlich am "Uborka" durchs Haus. Seine Mutter schaffte es gerade noch ihn von der Wand wegzuziehen, die er mit einem nassen Schwamm bearbeiten wollte." Ich habe noch nie Wände gewaschen und wollte es einfach mal ausprobieren", erklärte Sasha seiner Mama.
Sasha hat aber auch noch einen anderen Grund, weshalb er beim Putzen so eifrig dabei ist. "Wenn Du am Großputztag alles schnell und ordentlich erledigst, dann hast Du den Rest des Tages frei", weiß Sasha. Seine Mutter lässt ihn dann immer tun und lassen, was er will. Und Sasha macht es verständlicherweise mehr Spaß draußen mit seinen Freunden zu spielen, als die Wohnung zu putzen. Das ist wahrscheinlich auch etwas, das überall auf der Welt gleich sein dürfte.