
Letzte Vorbereitung vor dem großen Auftritt
|
Die Feier begann wie jede Feier im SOS-Kinderdorf in St- Petersburg: Ansprachen, Gratulationen an die Mütter und Kinder, Dankesreden. Der Dorfleiter hielt eine liebevolle Rede an die SOS-Mütter, die bescheiden in sich hineinschmunzelten. Aber die Kleineren wurden schon unruhig, denn sie waren gespannt auf das bunte Programm, das die größeren Kindern für diesen besonderen Tag einstudiert hatten: Sie führten Volkstänze vor, sangen Lieder, lasen selbst verfasste Gedichte und trugen ein Lied vor, das sie eigens für das Geburtstagsfest im SOS-Kinderdorf Pushkin geschrieben hatten.
Zusammen ging man anschließend zum Dorfplatz, wo die geladenen Gäste – Persönlichkeiten und Förderer aus der Gemeinde - einen Baum pflanzten, den "Der Baum der Freundschaft". Jetzt hatten Gäste und Kinder richtig Hunger und so gab es das, was die meisten Menschen in Russland am liebsten essen: Piroggen, ein russisches Nationalgericht. Die Mütter, Mitarbeiter und Helferinnen aus dem Dorf hatten schon Tage zuvor begonnen, diese Hefeteigtaschen gefüllt mit Fleisch und Gemüse vorzubereiten. Und sie schmeckten vorzüglich.
An diesem Abend gingen alle müde und zufrieden ins Bett - nicht ahnend, dass anderentags eine große Überraschung auf sie wartete.

Der am höchsten springt: Fußballstar Andrey Arshavin beim Training mit den SOS-Kindern
|
Ein Fußballstar zum Tee
Am frühen Nachmittag des nächsten Tages stand er plötzlich mitten im Dorf: Der russische Fußballstar und FIFA-Botschafter Andrey Arshavin. Er hatte eine ganze Delegation bei sich: Seine Mutter, seine Ehefrau und seinen Freund Aleksander Anukov, ebenfalls ein FC Zenith-Spieler. Er war gekommen, um mit den Kindern das neue Fußballfeld einzuweihen.
Die Kinder waren außer sich, vor allem, weil Arshavin gleich drei Partien mit ihnen spielte: Eines mit den älteren, eins mit den jüngeren Buben und noch eines mit den Mädchen. Er gab Autogramme und ließ sich mit seinen kleinen Fans fotografieren. In einem Familienhaus wurde er zu Tee und Gebäck eingeladen. Als das Dorf an diesem Abend stiller wurde, konnte man die zufriedenen Seufzer der Kinder hören. Denn Anukov hatte versprochen, bald wieder zu kommen und die Kinder zu trainieren.