Hauptstadt: Belgrad
Fläche: 88.412 km²
Bevölkerungszahl: 9,4 Millionen (2002)
Bevölkerungsgruppen: Serben, Albaner, Montenegriner, Ungarn, Andere
Amtssprache(n): Serbisch
Religion(en):christlich-orthodox, islamisch, römisch-katholisch, protestantisch
Währung: 1 Jugoslawischer Dinar = 100 Para
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Sœerbien, das damals noch Teil von Jugoslawien war, begann bereits im Jahr 1970 und wurde vom damaligen Gesundheits- und Sozialminister des Gebietes Vojvodina, Milorad Pavlovic, im Aufbau sehr unterstützt. Am 15. November 1975 wurde das erste SOS-Kinderdorf in Sremska Kamenica, einem Dorf in unmittelbarer Nähe von Novi Sad, eröffnet und besiedelt. An das SOS-Kinderdorf angeschlossen war auch eine SOS-Jugendeinrichtung (ein Jugendhaus).
Als 1991 der Krieg im ehemaligen Jugoslawien ausbrach, kam es zu einer großen Flüchtlingswelle aus allen Teilen des Landes. Das SOS-Kinderdorf wie auch das Jugendhaus nahmen Flüchtlinge auf und betreuten sie. 1999 eskalierten die Kämpfe nach erfolglosen Friedensverhandlungen zwischen Serbien und dem Kosovo. Die soziale Lage verschlechterte sich zunehmend, woraufhin SOS-Kinderdorf International einen Hilfsgütertransport in das SOS-Kinderdorf Novi Sad organisierte. Während der Kriegswirren wurde auch das SOS-Kinderdorf in Mitleidenschaft gezogen und musste renoviert werden. Im Jugendhaus wurden nach den Bombardements von 1999 Kinder mit leichten Behinderungen untergebracht, die von dort aus eine Spezialschule besuchten. Einige Zeit später wurden das SOS-Kinderdorf und das Jugendhaus der Stadt Novi Sad übergeben.
Im Juni 2003 begannen die Bauarbeiten an einem SOS-Kinderdorf in Kraljevo in Zentralserbien. Von 2003 bis Mitte 2005 wurde in Kraljevo in Kooperation mit einem lokalen Sozialzentrum auch ein Projekt zur Familienstärkung unterstützt. Im April 2005 bezogen die ersten Kinder das SOS-Kinderdorf Kraljevo.
Zurzeit gibt es in Serbien ein SOS-Kinderdorf.