Hauptstadt: Kiew
Fläche: 604.000 km²
Bevölkerungszahl: 47,7 Millionen (Schätzung 2004)
Bevölkerungsgruppen: 78% Ukrainer, 17% Russen, 0,6% Weißrussen, insgesamt über 100 Nationalitäten
Amtssprache(n): Ukrainisch
Religion(en): Othodoxes, katholisches und protestantisches Christentum, Judentum, Islam
Währung: 1 Hrywnja = 100 Kopeken
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Bereits in den 90er-Jahren bekundeten verschiedene humanitäre ukrainische Organisationen Interesse an der Errichtung eines SOS-Kinderdorfes. Dank Elisabeth Hölzl, Projektleiterin des Hilfsprojekts „München hilft Kiew“, und Swetlana Lewkowska, Geschäftsführerin des Samariter-Bundes der Ukraine, Kreisverband Kiew, wurde die Idee, das familienpädagogische Betreuungsmodell von SOS-Kinderdorf auch in der Ukraine zu verwirklichen, seitens der zuständigen Kiewer Stadtregierung wohlwollend aufgenommen und die Errichtung eines SOS-Kinderdorfes als eine der wichtigsten Maßnahmen im Sozialplan der Stadt für 2001-2005 festgehalten.
Im Jahre 2003 richtete SOS-Kinderdorf International ein Repräsentationsbüro in Kiew ein. Als erste Hilfsmaßnahme wurde im Kiewer Stadtteil Podol mit der monatlichen Ausgabe von Lebensmittelpakete an kinderreiche Familien von vorwiegend allein erziehenden Müttern begonnen. Da es in der Ukraine keine Einrichtung gibt, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert, die mit Suchtmittel experimentieren, richtete SOS-Kinderdorf eine Anlaufstelle für diese gefährdete Gruppe sowie deren Eltern ein. Im Rahmen beider Projekte wird psychologische Beratung angeboten, und die Kinder und Jugendlichen können an Kunsttherapie und verschiedene Freizeitaktivitäten teilnehmen. Um einen größeren Kreis von Kindern und Jugendlichen zu erreichen, wurden in den Jahren 2004 bis 2006 in Zusammenarbeit mit der lokalen Bezirksbehörde verschiedene Aktivitäten des Spielbusses dargeboten.
Das erste SOS-Kinderdorf in der Ukraine entsteht in der Grenzstadt Brovary, ca. 20 Kilometer vom Kiewer Stadtzentrum entfernt.
Zur Zeit gibt es in der Ukraine drei SOS-Sozialzentren.