Battonya ist ein kleines Städtchen mit rund 7.500 Einwohnern im ungarischen Tiefland, etwa fünf Kilometer von der rumänischen Grenze entfernt. Das SOS-Kinderdorf in Battonya war das erste SOS-Kinderdorf in einem damals kommunistischen Land, das nicht in staatlicher Hand war, sondern von einem privaten SOS-Kinderdorfverein getragen wurde. Das SOS-Kinderdorf ist nur etwa einen Kilometer vom Rathaus entfernt, in unmittelbarer Nähe befinden sich auch verschiedene Schulen. Die Kinder gehen in den örtlichen Kindergarten und in die öffentlichen Schulen von Battonya und haben so auch außerhalb des SOS-Kinderdorfes viele Freunde. Die Häuser wurden im für diese Gegend Ungarns typischen Baustil errichtet. Die offizielle Eröffnung fand am 28. September 1986 statt. Das SOS-Kinderdorf feierte 1996 seinen zehnten und 2001 seinen fünfzehnten Geburtstag; beide Anlässe wurden ausgelassen von den SOS-Familien und zahlreichen Freunden und Förderern gefeiert.
Das SOS-Kinderdorf Battonya umfasst zehn Familienhäuser, Häuser für den Dorfleiter und die SOS-Tanten (unterstützen die SOS-Kinderdorf-Mütter und vertreten sie im Falle ihrer Abwesenheit), ein Gemeinschaftshaus sowie einen Verwaltungs- und Servicebereich; es hat eine Kapazität von bis zu 65 Kindern.
Um noch mehr Kindern ein neues Zuhause geben zu können, ist für 2005 die Errichtung zweier weiterer Familienhäuser geplant. Jugendliche, die dem SOS-Kinderdorf bereits entwachsen sind, übersiedeln in die SOS-Jugendeinrichtungen in Békéscaba oder Szeged, wo sie während ihrer Berufsausbildung oder höheren Schulbildung wohnen und sich langsam auf ein selbständiges Leben vorbereiten. Zwei zusätzliche Familienhäuser und ein Kinderentwicklungszentrum befinden sich momentan in Bau.