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Vor 25 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich die Reaktorkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl. In Weißrussland, wo ein Großteil des radioaktiven Fallout niederging, leiden heute noch Kinder unter den Spätfolgen des Super-GAUs. Im SOS-Sozialzentrum Borowljany bei Minsk erhalten krebskranke Kinder und ihre Familien Beistand – und manchmal ereignen sich dort auch kleine und große Wunder.
Armut und Perspektivlosigkeit lassen in Weißrussland unzählige Familien zerbrechen. Zwar ist die Armutsrate in den vergangenen Jahren gesunken. Doch seit Beginn der Finanzkrise befindet sich die weißrussische Wirtschaft in einer dramatischen Abwärtsspirale. Die ehemalige Sowjetrepublik ist zudem das Land, das durch die Reaktor-Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl am stärksten verseucht wurde. Unter den Spätfolgen leiden vor allem die Kinder.
Das Engagement der SOS-Kinderdörfer in Weißrussland begann 1986, unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Nach langwierigen Verhandlungen mit den Behörden konnte Anfang der 1990er-Jahre der Grundstein für das erste SOS-Kinderdorf in Borowljany (nahe Minsk) gelegt werden. Heute gibt es in Weißrussland zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung sowie sechs SOS-Sozialzentren und Programme der SOS-Familienhilfe.
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