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Weißrussland 

Wie die SOS-Kinderdörfer im Land helfen 

BorowljanyMarina Gorka

Die Kinder in Weißrussland brauchen unsere Hilfe!

Armut und Perspektivlosigkeit lassen in Weißrussland unzählige Familien zerbrechen. Zwar ist die Armutsrate in den vergangenen Jahren gesunken. Doch seit Beginn der Finanzkrise befindet sich die weißrussische Wirtschaft in einer dramatischen Abwärtsspirale. Die ehemalige Sowjetrepublik ist zudem das Land, das durch die Reaktor-Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl am stärksten verseucht wurde. Unter den Spätfolgen leiden vor allem die Kinder.

  • Familie in Weißrussland - Foto: Peter LydénUnter der Armut in Weißrussland leiden vor allem Familien.Ein Viertel der weißrussischen Bevölkerung lebt in Armut. Besonders oft betroffen sind kinderreiche Familien, Frauen und die Menschen auf dem Land.
  • 13 Prozent der Kinder unter fünf Jahren leiden unter Mangelernährung.
  • Rund 30.000 Waisenkinder und Sozialwaisen müssen in Weißrussland ohne Eltern aufwachsen.
  • Alkoholsucht ist weit verbreitet und zerstört unzählige Familien.
  • Häusliche Gewalt hat zuletzt zugenommen.
  • Die Scheidungsrate ist äußerst hoch: Etwa die Hälfte der neu geschlossenen Ehen werden geschieden.
  • Die Jugendkriminalität wächst. Ursachen sind u.a. zunehmender Alkohol- und Drogenmissbrauch.
  • HIV/Aids breitet sich weiter aus und trifft vor allem junge Menschen: Vier von fünf Infizierten gehören der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen an.
  • Etwa 270.000 Kinder leben in Gebieten, die durch den Reaktor-Unfall von Tschernobyl radioaktiv verseucht wurden. Eine der auffälligsten gesundheitlichen Folgen: Seit dem Super-GAU sind über 4000 Kinder in der Region an Schilddrüsenkrebs erkrankt, der sonst bei Kindern äußerst selten auftritt.

Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Weißrussland!

Das Engagement der SOS-Kinderdörfer in Weißrussland begann 1986, unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Nach langwierigen Verhandlungen mit den Behörden konnte Anfang der 1990er-Jahre der Grundstein für das erste SOS-Kinderdorf in Borowljany (nahe Minsk) gelegt werden. Heute gibt es in Weißrussland zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung sowie sechs SOS-Sozialzentren und Programme der SOS-Familienhilfe.

  • SOS-Kinder in Weißrussland - Foto: Robert FleischanderlZuhause im SOS-Kinderdorf: Weißrussische SOS-KinderSOS-Kinderdörfer: In den beiden SOS-Kinderdörfern in Borowljany und Marina Gorka haben derzeit rund 150 Kinder ein neues und dauerhaftes Zuhause gefunden. Ein drittes SOS-Kinderdorf ist derzeit in Mogilev im Bau.
  • SOS-Jugendreinrichtung: Für die Jugendlichen aus den SOS-Kinderdörfern gibt es in Minsk eine SOS-Jugendeinrichtung, in der sie während ihrer Ausbildung leben und auf ihre Selbständigkeit vorbereitet werden.
  • Gesundheitszentrum: Im SOS-Sozialzentrum in Borowljany ist ein Gesundheitszentrum integriert. Dort können strahlengeschädigte Kinder aus ganz Weißrussland mit ihren Müttern und Geschwistern wohnen, während sie im nahe gelegenen Krebshämatologischen Zentrum behandelt werden. Das Gesundheitszentrum beherbergt und betreut jährlich rund 360 Kinder.
  • SOS-Sozialzentren & SOS-Familienhilfe: Außer in Borowljany bestehen in Marina Gorka und Mogilev SOS-Sozialzentren. Sie sind Ausgangspunkt der SOS-Familienhilfe, die derzeit insgesamt rund 1900 Kinder und Eltern erreicht. Ziel ist es bedürftige Familien vor dem Zerbrechen zu bewahren. Zu den vielfältigen Hilfen zählen etwa Berufs- und Erziehungsberatung sowie Beistand für Frauen mit Kindern, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind.

Sie können den Kindern in Weißrussland helfen!

Mit Ihrer SOS-Dorfpatenschaft oder Spende schenken Sie Zukunft:

  • In den weißrussischen SOS-Kinderdörfern finden elternlose Kinder ein liebevolles Zuhause.
  • SOS-Sozialzentren und SOS-Familienhilfe geben bedürftigen Familien eine Perspektive.


    Bitte, helfen Sie mit!


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