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Valarmathi betet für die Zukunft ihres neugeborenen Babys 

25.02.05 - Der Fischer Arjuna aus dem Dorf Kalikuppam im Distrikt Pondicherry, Indien, stach in der Früh in See. Gemeinsam mit anderen Fischern machte er an diesem Tag einen guten Fang. Doch seit diesem Morgen sah ihn seine Frau Valarmathi und sein neugeborenes Baby nie wieder.


(Foto: D. Sansoni)
(Foto: D. Sansoni)
Arjuna bereitete sich wie jeden Tag auf seinen morgendlichen Fischfang vor. Er stach mit einer Gruppe Männer aus seinem Dorf in die See, um den Lebensunterhalt für diesen Tag zu verdienen. Nach der Schufterei auf dem Ozean kehrten die Männer mit ihrem Fischfang zurück. An diesem Tag hatten sie großes Glück mit der Menge des Fischfangs.

Da begann das Meer, soweit das Auge reichte, sich unvorstellbar zu heben und die Wellen stürzten in halsbrecherischer Schnelligkeit auf Arjuna und seine Männer herein. Erschrocken und entsetzt von diesem Anblick, versuchte Arjuna, der Wucht der Tsunami-Welle zu entkommen. Aber sie verschlang ihn. Es war vergeblich, auch nur zu versuchen, gegen diese Gewalt anzukommen. Er wurde von dem Tsunami fortgerissen und seine Familie sah ihn nie wieder.

Zerstörte Hütten an Indiens Küsten (Foto: D. Sansoni)
Zerstörte Hütten an Indiens Küsten (Foto: D. Sansoni)
Seine Frau Valarmathi und ihr neugeborenes Baby, gerade mal 20 Tage alt, waren in ihrer kleinen Hütte. Sie hatte das Glück, dass sie rechtzeitig gewarnt wurde und genug Zeit hatte, mit ihrem Baby zu einem sicheren Platz zu rennen. Sie konnte noch nicht erfassen, dass diese Tragödie auf einen Schlag ihren Mann fortnahm und ihre Existenz zerstörte. Ihre unmittelbare Verzweiflung galt ihrer Hütte, die komplett mit all ihrem Hab und Gut zerstört und weggespült war. Erst später wurde Valarmathi vom Tod ihres Mannes benachrichtigt. Wochenlang war Valarmathi von Trauer überwältigt und untröstlich. Das Leben ist für eine junge Witwe mit einem neugeborenen Baby besonders in diesem Teil der Welt nicht leicht.

Inzwischen sind Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer der jungen Mutter begegnet. Im Rahmen der SOS-Nothilfe für Südasien sicherten sie ihr Hilfe durch das "Strengthening families programme" zu, ein Programm, das Familien unterstützt, damit die Kinder nicht verlassen werden. Das "Strengthening families programme" stellt weiterhin den meist alleinerziehenden Eltern Medikamente, Lebensmittel, etwas Geld und das Notwendigste für den Haushalt. Valarmathi empfing durch diese Hilfe viel neue Zuversicht und Ruhe, weiß sie doch, dass nun für ihren kleinen Jungen gesorgt ist. Die vielen Tausende von Spendern und Paten der SOS-Kinderdörfer ermöglichte es SOS-Indien, dieses Programm für die Opfer der Flutkatastrophe ins Leben zu rufen.


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