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    • > Wiederaufbau in Haiti: "Es geht nur Schritt für Schritt voran"

      Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti: Der Wiederaufbau kommt nur langsam voran. Georg Willeit, SOS-Projektkoordinator in Haiti, steht im Interview Rede und Antwort.

    • > Aktuelles zur SOS-Hilfe in Haiti

      Hier finden Sie aktuelle Meldungen zu den Hilfsaktionen der SOS-Kinderdörfer in Haiti.

    • > SOS-Kinderdörfer in Haiti

      Hier finden Sie Informationen zur SOS-Kinderdorf-Arbeit im Inselstaat Haiti.

    • > SOS-Nothilfe

      Die SOS-Kinderdörfer leisten in Krisen- und Katastrophengebieten Nothilfe für Kinder und Familien.

    • > SOS-Kinderdorf Santo bei Google Maps

      Luftbildansicht des SOS-Kinderdorfs Santo, das als Basis für unsere Hilfsaktionen im Katastrophengebiet dient.

SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Hilfsprojekte Erdbeben in Haiti: SOS-Hilfe für Kinder und Familien

Erdbeben in Haiti: SOS-Hilfe für Kinder und Familien 

Am 12. Januar 2010 bebte in Haiti die Erde. Danach war für die Menschen dort nichts mehr wie zuvor. Immer noch leben weit mehr als eine Million Haitianer unter schwierigsten Bedienungen. Die SOS-Kinderdörfer in Haiti haben ein umfangreiches Hilfs- und Aufbauprogramm gestartet. Langfristig wird dadurch rund 40.000 Kindern und Familien ein Neuanfang ermöglicht. Bitte helfen Sie mit einer Spende oder Patenschaft: Bauen Sie mit uns ein neues SOS-Kinderdorf  in Les Cayes und eine neue Schule in Santo! Unterstützen Sie unsere Selbsthilfe-Projekte und helfen Sie damit den Menschen beim Aufbau! Danke!


 

Essensausgabe in einem SOS-Gemeindezentrum:  SOS versorgt Kinder und Familien mit HilfsgüternEssensausgabe in einem SOS-Gemeinde-zentrum: SOS versorgt Kinder und Familien mit HilfsgüternDie haitianische Hauptstadt Port-au-Prince liegt heute noch zu weiten Teilen in Trümmern. Immer noch hausen unzählige Überlebende in Zeltcamps und stehen vor dem Nichts. Hunderttausende von Kindern in Haiti haben keine Eltern mehr oder wurden im Chaos von ihren Familien getrennt. Die Bildungsmisere hat sich zudem dramatisch verschärft - rund 80 Prozent der Schulen in Port-au-Prince wurden durch das Beben beschädigt oder zerstört. 

So hilft SOS in Haiti

In den beiden haitianischen SOS-Kinderdörfern entstanden durch das Beben keine schweren Schäden. Vor allem das Kinderdorf Santo bei Port-au-Prince diente zu Beginn als Basis der SOS-Hilfsaktionen. Unsere SOS-Mitarbeiter arbeiten eng mit Selbsthilfe-Komitees und Gemeindevorstehern sowie mit Behörden und anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Familienhilfe in den Gemeinden

  • Basisversorgung: Unmittelbar nach der Katastrophe ging es vorrangig darum obdachlosen Familien und unbegleiteten Kinder mit dem Nötigsten zu helfen: Trinkwasser, Lebensmitteln, Kleidung, Decken und Zelten. In Zusammenarbeit mit Selbsthilfe-Gruppen wurden Gemeindezentren und Suppenküchen eingerichtet. Heute werden in Port-au-Prince über die 16 SOS-Gemeindezentren sowie über mehr als 100 temporäre SOS-Ausgabestellen rund 14.000 Kinder mit Essen versorgt. Die Ausgabestellen sollen nach und nach durch weitere dauerhafte Gemeindezentren ersetzt werden. Von den Zentren gehen die SOS-Familienhilfe sowie die wichtige Betreuung vieler Kinder durch SOS-Sozialarbeiter und Psychologen aus.
  • Lokale Strukturen stärken: SOS beschäftigt vor Ort einige neue einheimische Mitarbeiter (Cash for work). Sie unterstützen die Hilfsmaßnahmen in den Gemeinden. Das Aufgabengebiet reicht von der Essensausgabe in den Gemeindezentren bis hin zum Bau von Übergangshäusern im Kinderdorf. Für die Zukunft ist auch die Vergabe von Mikrokrediten geplant, damit sich kleine Familienbetriebe entwickeln können.
  • Qualitätsstandards setzen: Die SOS-Kinderdörfer haben dem haitianischen Sozialministerium ihre Unterstützung in puncto Kinderbetreuung angeboten. Ein Ziel ist es, landesweit Qualitätsstandards bei der Betreuung einzuführen und mit Unterstützung von SOS-Mitarbeitern zu kontrollieren.

Schutz und Betreuung für unbegleitete Kinder

  • Kinder vor einer Notunterkunft auf dem SOS-Gelände in SantoZuflucht, Schutz und Betreuung im SOS-Kinderdorf: Auf dem  SOS-Gelände in Santo wurden Fertighäuser errichtet, um hunderte unbegleitete Kinder aufnehmen zu könnenKinderdörfer bieten Schutz: Das SOS-Kinderdorf Santo nham nach dem Beben 400 unbegleitete Kinder auf. Damit lebten dort etwa dreimal so viele Mädchen und Jungen wie vor der Katastrophe. Um alle gut unterbringen zu können, wurden auf dem Kinderdorf-Gelände kleine Fertighäuser errichtet. Im SOS-Kinderdorf Cap Haitien fanden etwa 40 Kinder Zuflucht, die meisten konnten mittlerweile zu ihren Familien zurückkehren. In Les Cayes wird ein neues Kinderdorf für Erdbebenwaisen entstehen.
  • Familien zusammenführen: Weiterhin versuchen SOS-Mitarbeiter die Angehörigen unbegleiteter Kinder ausfindig zu machen. Mehr als 250 Kinder, die zuerst im Kinderdorf  Santo eine Bleibe fanden, konnten mittlerweile zu ihren Familien zurückgebracht werden.
  • Gesundheit: Die psychologische Betreuung traumatisierter Kinder war und ist eine der Hauptaufgaben der SOS-Mitarbeiter vor Ort. Zur Bekämpfung der Cholera setzt SOS auf Prävention durch Aufklärung. So informieren sowohl die Pädagogen in den Schulen als auch die Mitarbeiter in den Sozialzentren die Menschen beispielsweise  über richtiges Händewaschen und die Trinkwasserreinigung. In den Gemeindezentren erhalten Kinder und Familien außerdem bei Bedarf Medikamente.

Bildung

  • SOS-Schule in Haiti - Foto: Line Wolf NielsenNachhaltige Hilfe durch den Bau von Schulen: Ein Mädchen in der SOS-Schule in Cap HaïtienLernen in Schulen: Auf dem SOS-Kinderdorf-Gelände in Santo, wo in der bereits bestehenden SOS-Schule derzeit 900 Schüler unterrichtet werden, wird eine zusätzliche neue öffentliche Schule errichtet. Der Bau wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) teilfinanziert. Rund 420 Schüler werden dort den Unterricht besuchen. Weitere öffentliche SOS-Schulen sind in Planung.
  • Kurse in Gemeindezentren: Auch in den SOS-Gemeindezentren ist Bildung ein zentrales Thema. Dort wird es künftig Alphabetisierungs- und Ausbildungskurse für Erwachsene geben.

Die SOS-Hilfe in Haiti im Überblick

 

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