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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Ozeanien Französisch-Polynesien

Länderinformation über Französisch-Polynesien 

Landschaft
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Fauna/Flora
Politik/Geschichte
Wirtschaft
Kultur

Landschaft


Die Mehrzahl der Inseln ist vulkanischen Ursprungs (Tubuai-Inseln), gebirgig wie etwa die Gesellschaftsinseln oder die fruchtbaren Marquesas-Inseln, wo sich auch die höchste Erhebung, der Hiva Oa mit 1.190 Metern befindet, und werden von Korallenriffen umgeben, wie die Tuamotu- und Gambier-Inseln.

Klima


Französisch-Polynesien verfügt über tropisches Klima mit heißem und feuchtem Wetter von November bis April und kühlerem und trockenerem Wetter während der übrigen Monate des Jahres. Passatwinde wirken mäßigend auf die vorherrschenden Temperaturen. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen das ganze Jahr um 27° C. Starke tropische Stürme sind selten, die heftigsten Unwettern treten nur in jenen Jahren auf, in denen sich auch das El Niño-Phänomen bemerkbar macht.

Fauna/Flora


Auf den Gesellschaftsinseln, dem Tuamotu-Archipel und den Marquesas werden Brotfruchtbäume, Schraubenpalmen und Kokosnusspalmen angepflanzt. Die auf wenige Arten beschränkte Tierwelt der Gesellschaftsinseln umfasst Wildschweine, Ratten und kleine Eidechsenarten. Auf den Marquesasinseln leben wilde Rinder und Schweine.

Politik/Geschichte


Man vermutet, dass die Polynesier vor etwa 4.000 Jahren aus den östlichen Teilen Indonesiens oder den Philippinen einwanderten. Spanische Seefahrer erreichten als erste Europäer im 16. Jahrhundert die Marquesas-Inseln, der eigentliche Kontakt zwischen Polynesiern und Europäern begann aber erst mit der Entdeckung Tahitis durch die Briten im Jahre 1767.

Nach Jahrzehnten der Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft über Tahiti zwischen Großbritannien und Frankreich besetzte Frankreich die Insel schließlich 1840. 1843 erklärte es die Insel zum Protektorat und in den folgenden Jahren annektierte Frankreich die Marquesas- und Gesellschaftsinseln sowie Tahiti selbst. 1880 wurden sie trotz örtlichen Widerstandes zur französischen Kolonie. Während des 2. Weltkrieges stellte Frankreich den Alliierten Personal und die strategische Lage der Inseln zur Verfügung und die USA errichteten einen Luftwaffenstützpunkt auf Bora Bora.

Nach Kriegsende verlieh Frankreich den Inseln den Status eines Übersee-Territoriums, konnte damit aber der Entstehung einer gefestigten nationalen Identität und von Unabhängigkeitsbestrebungen nicht vorbeugen. Ungeachtet dessen stimmte Französisch-Polynesien 1958 für die neue Verfassung der Fünften Republik und behielt somit seinen Status als französisches Übersee-Gebiet bei.

1977 wurde die Selbstverwaltung, insbesondere in wirtschaftlichen Belangen, gestärkt und 1984 gab Frankreich dem Druck der nach Unabhängigkeit strebenden Gruppen nach und gewährte per Gesetz mehr Autonomie. Dadurch erlangte Französisch-Polynesien durch die Schaffung einer eigenen Hymne und einer Landesflagge eine eigenständige Identität. Kurze Zeit später wurde das Amt des Ministerpräsidenten geschaffen, womit der Lokalverwaltung die Kontrolle über lokale Angelegenheiten übertragen wurde.

Auch das Recht, internationale Verträge abzuschließen und die Bereiche Post, Telekommunikation und höheres Schulwesen zu verwalten, wurde gewährt. Zwischen 1996 und 1998 wurden weitere Zugeständnisse gemacht, die Bereiche Geldwirtschaft und Verteidigung bleiben jedoch in französischer Hand.

Wirtschaft


Seit 1962 hat sich die Selbstversorgungswirtschaft Französisch-Polynesiens durch die Stationierung französischen Militärpersonals zur Volkswirtschaft entwickelt. Der Tourismus erwirtschaftet ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts und ist die Haupteinnahmequelle für harte Devisen. Ein kleiner Industriesektor beschäftigt sich vor allem mit der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte.

13% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, 19% in der Industrie und 68% im Dienstleistungssektor. Zu den landwirtschaftlichen Produkten zählen Kokosnüsse, Gemüsesorten, Geflügel, Rindfleisch und Milchprodukte. Zu den natürlichen Ressourcen zählen Holz, Fisch, Kobalt und Wasserkraft. Auf Plantagen werden tropische Früchte geerntet, für den Export sind schwarze Zuchtperlen, Kokosnussprodukte, Perlmutt, Vanille und Haifischfleisch bestimmt. Zwischen 1990 und 2001 lag die Inflationsrate durchschnittlich bei 1,2%.

Kultur


Durch die großen Distanzen zwischen den Inseln haben sich in Polynesien voneinander unterschiedliche Kulturen, Sprachen, Alltagsbräuche und künstlerischen Ausdrucksformen herausgebildet. Die heutige polynesische Kultur ist ein Gemisch traditionellen Gutes und kolonialer Einflüsse wobei Musik und Tanz einen wichtigen Bestandteil der Gesellschaft bilden. Jedes Jahr im Juni werden die wichtigsten Feierlichkeiten der ganzen Region, "Heiva Taupiti", veranstaltet, die auch sportliche Wettkämpfe umfassen.



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