Wie man einen Genozid überlebt - SOS-Kinder in Ruanda

Ruanda zählt zu den ärmsten Ländern der Welt: Mehr als die Hälfte der Ruander ist minderjährig und lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Viele Kinder verloren während des Völkermordes (1990-1994) ihre Eltern. Matthias Thoelen und Isabell Wüst, die Gewinner des Spiegel-Schülerzeitungswettbewerbs 2011, beschreiben und fotografierten das Leben im SOS-Kinderdorf Byumba und in Kigali, Ruanda.

"Der Junge bekommt nichts zu essen. Er wird eh bald sterben!“ Diesen Satz wird Emmanuelle sein Leben lang nicht vergessen. Er ist 24 Jahre alt, Student an einer Finanz- und Bankschule und lebt in Ruandas Hauptstadt Kigali. Mit 8 Jahren kam er ins SOS-Kinderdorf Byumba. Wer ihn dort hingebracht hat, weiß er nicht mehr. Aber an die Ereignisse, die sich 1994 in Ruanda, dem „Land der tausend Hügel“, zugetragen haben, kann er sich noch ganz genau erinnern.

Fast 800 000 Menschen wurden zwischen April und Mitte Juli 1994 in Ruanda von den Hutu-Milizen umgebracht und das nur, weil sie Tutsi waren. Hutu und Tutsi, so heißen die zwei großen Völkergruppen in Ruanda. Zu welcher Gruppe man gehörte wurde zum Beispiel daran festgemacht, wie viele Rinder man besaß oder ob die Nase platt oder lang war. Im April 1994 eskalierte die Situation zwischen den beiden Gruppen, deren Beziehung schon immer angespannt war. Auslöser für den folgenden Völkermord war ein Attentat auf den damaligen Präsidenten, der Tutsi war, und bei dem Anschlag getötet wurde.

Es beginnen die 100 schlimmsten Tage in der ruandischen Geschichte..."

 

Die ganze Reportage zum Download finden Sie hier.