Zweite Kindheit im Land des Fußballs

Fünf preisgekrönte Nachwuchsreporter sind nach Brasilien, Südafrika und Vietnam geflogen, um dort die Welt der SOS-Kinderdörfer kennen zu lernen. Die Reisen haben sie beim SPIEGEL-Wettbewerb "Schülerzeitungen des Jahres 2005" gewonnen, der bereits zum vierten Mal in Kooperation mit den SOS-Kinderdörfern stattfand. Die jungen Autoren haben ihre Erlebnisse in Reportagen festgehalten, die wir hier veröffentlichen.
Johannes Liebmann, Christoph Schmitt, SPIEGEL-Chef Stefan Aust, Ingrid Famula (SOS), Tim Kammann, Daniel Korioth (v.l.)
Johannes Liebmann, Christoph Schmitt, SPIEGEL-Chef Stefan Aust, Ingrid Famula (SOS), Tim Kammann, Daniel Korioth (v.l.)
In den Ländern, die von ihnen besucht wurden, werden gerade neue SOS-Kinderdörfer gebaut. Die Dörfer entstehen im Rahmen der Aktion "6 Dörfer für 2006", der großen Charity-Kampagne der SOS-Kinderdörfer zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ 2006. Auch bei den Geschichten der fünf Nachwuchsreporter dreht sich so einiges um Fußball.

"Ich fand es zum Beispiel klasse, wie ich die Fußballmannschaft der Kids trainieren konnte", sagt Tim Kammann nach seiner Rückkehr aus Südafrika. Gemeinsam mit Daniel Korioth hat er dort das SOS-Kinderdorf Umtata besucht. Für die beiden ehemaligen Schüler des Städtischen Gymnasiums in Selm war es eine "super tolle Sache" die Arbeit der SOS-Kinderdörfer hautnah erleben zu können. Und diese Begeisterung spricht auch aus ihrem Beitrag: Die Reportage Irgendwo im Nirgendwo ist ein "Reisebericht aus einem Afrika jenseits der Postkartenidylle, aus einem Dorf mit lachenden Kindern, einer Stadt mit schockierenden Szenen, in einer Region jenseits aller Touristenpfade".

 

Kinder beim Fußballspielen
Kinder beim Fußballspielen
Stefan Schröer aus Dortmund erzählt in seiner Reportage Träume von der Fußball-WM aus dem vietnamesischen SOS-Kinderdorf Haiphong eine sehr persönliche Geschichte. Er berichtet von Dai, der drei Jahre alt war, als sein Vater bei einem Sturm im Meer ertrank. Wenn der mittlerweile 15-jährige Vietnamese heute auf dem Bolzplatz im SOS-Kinderdorf kickt, hat er nur noch eines im Kopf: Er träumt von der Fußball-WM! Auch für Stefan Schröer war die Reise eine tolle Erfahrung: "Ich stehe mit einigen Vietnamesen in Brief-, SMS- und E-Mail-Kontakt. Ob ich diese Menschen jemals wieder sehen werde, kann ich nicht sagen. Die Erfahrung kann mir jedoch niemand mehr nehmen. Danke!"