Zuhause für Flüchtlingskinder aus Tibet

01.10.2012 - Seit 50 Jahren finden in den tibetischen SOS-Kinderdörfern Flüchtlingskinder ein neues Zuhause. Der Dalai Lama, Ehrengast der Jubiläumsfeier im nordindischen Mussoorie, würdigte das Engagement der SOS-Kinderdörfer für tibetische Kinder und Kultur.


SOS-Ehrenpräsident Helmut Kutin verneigt sich vor dem Dalai Lama auf der Jubiläumsfeier. 
Sie werden von ihren Eltern auf eine gefährliche Reise geschickt: von China, über verschneite 6000er-Pässe, nach Nepal und von dort weiter bis nach Indien, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Im Norden Indiens, stranden unzählige Flüchtlingskinder aus Tibet. Um ihnen ein neues Zuhause zu geben, entstand vor fünf Jahrzehnten das SOS-Kinderdorf Dharamasala.

Tibetische Kultur und Identität

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde der Exiltibeter sind seitdem an sieben indischen Standorten SOS-Kinderdörfer für tibetische Mädchen und Jungen errichtet worden. Elternlose Flüchtlingskinder aus Tibet finden dort eine neue Familie und wachsen gemäß ihrer eigenen Kultur und Religion auf.

Der Dalai Lama dankte allen, die die Arbeit der tibetischen SOS-Kinderdörfer mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung in den vergangenen Jahrzehnten möglich gemacht haben. SOS betreue und unterrichte Tibets Flüchtlingskinder auf bestmögliche Weise und bewahre so auch deren Identität.

Video: Aufwachsen im SOS-Kinderdorf Dharamasala

Eines der SOS-Kinder in Dharamasala ist das zwölfjährige Mädchen Chimey Tenzin. "Ich besuche die 6. Klasse und wohne in Haus Nummer 36. Ich bin ganz glücklich", sagt sie. Unsere Kamera hat das Mädchen einen Tag lang begleitet.