Ostafrika: Äthiopiens neue Flüchtlingslager

23.08.2011 - Im Grenzgebiet von Somalia und Äthiopien entstehen immer neue Flüchtlingslager. Die Gemeinden dort können die Last nicht alleine tragen. Die SOS-Kinderdörfer versorgen über 3.600 Familien mit dem Nötigsten.
 

Landkarte: Ostafrikas Krisenregion
Krise, Notfall, Katastrophe: Die Brennpunkte Ostafrikas
In der Nähe von Gode, in Äthiopien, ist ein neues Flüchtlingslager entstanden: In Morudile, nahe der somalischen Grenze sind bereits 1.800 Flüchtlingsfamilien registriert.

Die Situation in Morudile ist kritisch: Die somalischen Flüchtlinge, die in dieser Kleinstadt ankommen, sind 85 Kilometer in sengender Hitze gelaufen. Fast alle liefen stundenlang mit ihren wenigen Habseligkeiten auf dem Rücken,  ohne zu Essen, viele auch ohne zu trinken, die meisten krank und stark geschwächt vom Hunger. 1.800 Familien sind es bis jetzt, aber die Zahl wächst täglich. Ganz zu schweigen davon, wie die Gemeinde Morudile das verkraftet: Auch hier leiden die Menschen nämlich unter der Dürre, auch sie brauchen Hilfe, sind am Rand ihrer Kapazitäten. 

Die SOS-Kinderdörfer helfen nun auch in Morudile – den somalischen Flüchtlingen und den Äthiopiern. Am wichtigsten sind Lebensmittel. 3.000 Liter Speiseöl wurden bereits verteilt und 200 Zentner Reis. Ein SOS-Team aus Mitarbeitern des Nationalbüros und des SOS-Kinderdorfs Gode wird die Woche über in Morudile bleiben, um die Hilfsgüter zu beaufsichtigen und zu verteilen. Etwa 1.000 Familien profitieren dort von unserer Hilfe.

Ein weiterer Brennpunkt entsteht gerade 16 Kilometer vor Gode: 400 Familien aus der Landbevölkerung  sind hier gestrandet. Sie werden in das SOS-Nothilfe-und-Rehabilitations-Programm aufgenommen. In  Gode selbst befindet sich bereits ein großes Flüchtlingslager, dort unterstützen wir 2.250 Familien.