Anschlag in Mogadischu: SOS-Mitarbeiter verletzt

Mindestens 20 Tote bei Terrorangriff in Somalias Hauptstadt

25.01.2016 - Ein Terrorangriff auf ein Restaurant und ein Hotel hat in der somalischen Hauptstadt Mogadischu mindestens 20 Tote gefordert. Unter den über 35 Verletzten ist auch ein Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer in Somalia, Projektkoordinator Omar Ibrahim.

Mogadischu ist erneut Ziel eines Terrorangriffs geworden. Unser Bild zeigt wartende Mütter und Kinder vor der SOS-Klinik, im Vordergrund ein Sicherheitsmann.

Der Anschlag, zu dem sich die Al-Shabaab-Miliz bekannt hat, ereignete sich am späten Abende des 21.1. am Lido-Strand in Mogadischu: Die Täter zündeten Autobomben und drangen dann um sich schießend in ein Hotel und ein Restaurant ein. Erst nach stundenlangen Feuergefechten hatten somalische Spezialkräfte den Angriff zurückgeschlagen. Unter den Opfern sind nach Polizeiangaben auch Frauen und Kinder.

Getroffen durch Splitter

SOS-Mitarbeiter Omar Ibrahim befand sich im durch Sandsäcke gesicherten Eingangsbereich des Cafés in einem Vorraum für Sicherheitskontrollen, als die erste Bombe explodierte. Er wurde durch einen Splitter oberhalb des rechten Auges getroffen und konnte nach der Detonation für mehrere Stunden nichts mehr hören. Omar Ibrahim wurde in einem nahen Krankenhaus medizinisch versorgt.