Appell: Vertriebene in Syrien brauchen dringend Hilfe

Flüchtlinge im Bürgerkriegsland erhalten viel zu wenig Unterstützung / Winter droht

30.10.2014 - Nach der Syrien-Konferenz in Berlin appellieren die SOS-Kinderdörfer dringlich an die Weltgemeinschaft, die humanitäre Hilfe für die Millionen Flüchtlinge innerhalb Syriens nicht zu vernachlässigen.

In der belagerten Stadt Aleppo: Kinder beim Wasserholen

Auf der internationalen Konferenz hatten die Außen- und der Entwicklungsminister von mehr als 40 Staaten diese Woche zusätzliche Mittel vor allem für Nachbarstaaten Syriens zugesagt, in die über drei Millionen Syrer vor dem Bürgerkrieg geflohen sind. Kurz zuvor mussten jedoch die Nahrungsmittelrationen für Vertriebene innerhalb Syriens um 40 Prozent gekürzt werden, weil dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) das Geld ausging.

"Die Flüchtlinge in Libanon, der Türkei und Jordanien zu unterstützen ist sehr wichtig. Wir dürfen aber die Flüchtlinge innerhalb Syriens nicht vergessen!", appellierte der Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit, Dr. Wilfried Vyslozil, am Donnerstag an Bundesregierung und Staatengemeinschaft. "In Syrien benötigen mehr als zehn Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Sie sind auf der Flucht und von Versorgung abgeschnitten." Der nahende Winter verschlimmere die Lage der Flüchtlinge weiter.

Die Hilfsorganisationen, die in Syrien Flüchtlinge betreuten, bräuchten dringend Unterstützung, sagte Vyslozil. "Wir müssen auch den Menschen in Syrien die Chance zum Überleben geben."

SOS-Nothilfe in Syrien erreicht 270.000 Menschen

Die SOS-Kinderdörfer in Syrien leisten seit 2012 direkt im Bürgerkriegsland humanitäre Hilfe für Kinder und Familien auf der Flucht. Bislang hat die SOS-Nothilfe in Syrien insgesamt rund 270.000 Menschen erreicht.

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