Überschwemmungen in Burkina Faso: SOS-Nothilfe für Familien

09.09.2009 - Sintflutartiger Regen hat in Burkina Faso zu verheerenden Überschwemmungen geführt. Zehntausende sind in dem westafrikanischen Land durch die Fluten obdachlos geworden und brauchen dringend Beistand. Die SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe. SOS-Mitarbeiter versorgen Kinder und Familien mit Hilfsgütern. Bitte helfen Sie mit einer Spende!

Überflutete Straße in Burkina Faso
Verheerende Überschwemmungen suchen die Menschen in Burkina Faso heim.
In der Nacht vom 31. August zum 1. September brach extremer Regen über Burkina Faso herein. Innerhalb von zehn Stunden stieg die Niederschlagsmenge auf 263 Millimeter – das ist der höchste Wert, der in dem westafrikanischen Land jemals gemessen wurde. Der sintflutartige Regen führte zu verheerenden Überschwemmungen, die vor allem die Menschen im Großraum der Hauptstadt Ouagadougou heimgesucht haben.

Unter den Flutopfern sind 70.000 Kinder

Nach bisherigen Meldungen sind acht Menschen in den Fluten ums Leben gekommen. Die Wasser- und Schlammmassen haben in und um Ouagadougou rund 25.000 Häuser zerstört. 150.000 Menschen, darunter 70.000 Kinder unter 14 Jahren, sind obdachlos geworden und stehen vor dem Nichts. Der Großteil der Flutopfer wurde von den Behörden in öffentlichen Schulen untergebracht, wo sie nun auf die Versorgung durch Hilfsgüter angewiesen sind.
In den überfluteten Gebieten herrscht Seuchengefahr. Es droht der Ausbruch von Krankheiten wie Malaria, Typhus und Cholera, also von Krankheiten, die vor allem für kleine Kinder lebensbedrohlich sind.
Die Regierung von Burkina Faso hat aufgrund des Ausmaßes der Katastrophe um Unterstützung gebeten.

Obdachlose Familie vor den Trümmern ihres Hauses
Sie stehen vor dem Nichts und brauchen dringend Hilfe: Eine Familie vor den Trümmern ihres Hauses
SOS-Mitarbeiter versorgen 2.300 Kinder mit Hilfsgütern

Die SOS-Kinderdörfer in Burkina Faso starten ein Nothilfe-Programm, um den Flutopfern beizustehen. Die Hilfsaktion geht vom SOS-Kinderdorf Ouagadougou aus, das sich im Nongr-Maason-Gebiet befindet, das besonders schwer von der Flut getroffen wurde.

Die SOS-Nothilfe wird 833 Familien mit insgesamt 2.300 Kindern einen Monat lang mit dem Nötigsten versorgen.

SOS-Mitarbeiter und Freiwillige aus der umliegenden Gemeinde werden dringend benötigte Hilfsgüter an Kinder und Familien verteilen, wie z.B.:

  • Nahrungsmittel (Reis, Öl, Mehl, Milch, Zwieback)
  • Decken
  • Seife
  • Medikamente

Start der SOS-Familienhilfe

Die Nothilfe-Aktion ist zugleich Auftakt für die SOS-Familienhilfe, die jetzt in Nongr-Massom etabliert wird. Ziel ist es, bedürftige Familien vor dem Zerbrechen zu bewahren und schrittweise zur Selbsthilfe zu befähigen, z.B. durch Lebensmittel und Medikamente, Unterstützung beim Schulgeld, Berufsberatung und Mikrokredite zum Aufbau eines Kleingewerbes.

Das SOS-Kinderdorf in Ouagadougou blieb von den Überschwemmungen zum Glück verschont. Betroffen sind jedoch Verwandte von zwei SOS-Kindern sowie die Familien von zwei SOS-Mitarbeitern.