Burundi: Schulen nach Unruhen wieder eröffnet

Bewaffneter Schutz für Kinder eine Woche vor den Wahlen

06.07.2015 - Nach den schweren Unruhen im Zuge der Präsidentschaftswahlen sind die Schulen in Burundis Hauptstadt Bujumbura ab heute wieder geöffnet. Trotz weiterhin angespannter Sicherheitslage bemüht sich die Regierung eine Woche vor den umstrittenen Wahlen damit um die Rückkehr zur Normalität. Auch die Schulen der SOS-Kinderdörfer müssen nach dem Regierungsbeschluss wieder den Betrieb aufnehmen.

Schüler vor der SOS-Schule in Bujumbura, Burundi - Foto: Barbara Francois

"Wir mussten anrufen, Mitteilungen über Radio, Zeitung und Kirchen senden, um die Eltern zu bitten ihre Kinder wieder in unsere Schulen zu schicken. Viele sind nicht überzeugt, dass es sicher ist. Andere haben ihre Kinder aus Angst vor den Unruhen nach Ruanda geschickt", berichtet SOS-Mitarbeiterin Liliane Habonimana.

Die Sicherheitsvorkehrungen seien hoch. Regierungssoldaten bewachten die Schulen und schützten die Kinder. Lehrer müssten ihre Schüler am Eingangstor identifizieren, um Gewalttäter auszuschließen, so die Kinderhilfsorganisation.

Die SOS-Kinderdörfer betreiben in Burundi sechs Schulen. Zwei davon direkt in der Hauptstadt Bujumbura mit rund 1000 Kindern. Der SOS-Kindergarten in Bujumbura muss aus Sicherheitsgründen voraussichtlich bis Januar 2016 geschlossen bleiben.