Gemeinsam gegen die Cholera: SOS-Nothilfe für Familien in Simbabwe

16.12.2008 - Im Kampf gegen die Cholera-Epidemie in Simbabwe leisten die SOS-Kinderdörfer Nachbarschaftshilfe. In den Armenvierteln verteilen SOS-Mitarbeiter Hilfsgüter an 3.500 Familien. Dabei arbeitet SOS eng mit UNICEF zusammen.

Familien warten auf die Verteilung der Wasserkanister.
Sauberes Trinkwasser ist überlebenswichtig: Familien warten auf die Verteilung von Kanistern.
UNICEF hat den SOS-Kinderdörfern in Simbabwe Hilfsgüter zur Cholera-Prävention zur Verfügung gestellt: darunter 140.000 Wasseraufbereitungstabletten, 4.500 Wasserkanister, 4.500 Stück Seife sowie Poster zur Aufklärung über Infektionsrisiken und Vorbeugung. SOS-Mitarbeiter verteilen diese Hilfsgüter an rund 3.500 Familien in den Armenvierteln von Harare, Bindura und Bulawayo, wo die Cholera grassiert und immer mehr Opfer fordert. Es handelt sich dabei um Kinder und ihre Eltern, die durch die SOS-Familienhilfe der SOS-Kinderdörfer begleitet werden.

Enge Zusammenarbeit im Kampf gegen die Cholera

"Wir arbeiten sehr gut mit UNICEF zusammen und können die Hilfsaktionen abstimmen und uns gegenseitig ergänzen", berichtet Gary Birditt, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Simbabwe. "Durch unsere Programme zur Familienhilfe haben wir einen direkten Zugang zu den Betroffenen in den Armenvierteln."

Für die Menschen und insbesondere die Kinder in den Choleragebieten ist sauberes Trinkwasser und das Wissen, wie man sich vor Ansteckung schützen kann, überlebenswichtig.

"Wir sind sehr dankbar für die Wasseraufbereitungstabletten, die für uns unerschwinglich sind. Jetzt können wir uns endlich schützen. Wir haben Wasser und auch Seife", sagt Belter Muchongwe, eine Mutter, die mit ihrer Familie in einem Armenviertel lebt.

"Diese Hilfe schenkt meinen Kindern und mir viele Lebensjahre!", drückte Sylvester Tsikira, ein arbeitsloser Witwer, seine tiefe Dankbarkeit aus. 

Vorsichtsmaßnahmen in den SOS-Kinderdörfern

Unterdessen haben die drei SOS-Kinderdörfer in Simbabwe ihre Vorsichtsmaßnahmen intensiviert. Aufklärung und Prävention bestimmen den Alltag der SOS-Familien. "Wir legen besonderen Wert auf Hygiene", sagt SOS-Mutter Mlalazi in Bulawayo. "Händewaschen nach dem Gang auf die Toilette, Händewaschen, bevor man mit Essen hantiert. Wir kochen das Wasser ab, essen nur warme Speisen und desinfizieren Wasser, das wir zum Reinigen verwenden." SOS-Mutter Moyo ergänzt: "Wir versuchen alles, damit es dort, wo wir leben, sauber und hygienisch ist. Den Kindern erzählen wir über Cholera, wodurch es verursacht wird, wie man sich davor schützen kann."
Dank des geschärften Bewusstseins und der intensiven Präventionsarbeit ist bisher kein SOS-Kind, keine SOS-Mutter und kein Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer in Simbabwe an Cholera erkrankt.