SOS-Nothilfe: Die Lage in Ostafrika bleibt angespannt

26.09.2011 - Besonders im Süden Somalias ist die Not groß: Dort hat sich nach UN-Angaben die Zahl der Hilfesuchenden seit Juli verdoppelt. Viele der geschwächten Menschen erkranken, Kinder leiden besonders unter der Krise. Konflikte bei der Lebensmittelvergabe und eine instabile Sicherheitslage erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen. Die SOS-Kinderdörfer helfen in Somalia und Äthiopien – mit Lebensmitteln und medizinischer Versorgung.

Registrierung für die SOS-Nothilfe in Somalia
Registrierung für die SOS-Nothilfe in Somalia

Erkrankungen nehmen zu

Mehr als 12 Millionen Menschen in Ostafrika sind von der Krise betroffen. Das SOS-Gesundheitszentrum in Somalias Hauptstadt Mogadischu meldet zunehmend Fälle von Malaria, Masern und Lungenentzündung.

450.000 Kinder leiden an Unterernährung

Am schlimmsten trifft die Krise die Kinder in Somalia. Etwa 450.000 Kinder sind unterernährt, davon leiden 190.000 Kinder unter akuter Mangelernährung. Nach Angaben von UNICEF sind 80 Prozent der am schwersten betroffenen Kinder.

Kaum Zugang für Hilfsorganisationen in Somalia

Die fragile Sicherheitslage und Zugangssperren der Al Shabaab erschweren Hilfsorganisationen den Zugang zu den Menschen. Das SOS-Nothilfe-Team erreichte zuletzt die somalischen Dörfer Labatanjirow und Googaduud Shabellow und verteilte an 1.000 Familien je 25 kg Reis, 25 kg Weizenmehl, 10 kg Zucker und 6 Liter Speiseöl.

Äthiopien: Konflikte um Lebensmittel

In der äthiopischen Stadt Gode registrierten sich zusätzlich 707 Haushalte für die SOS-Nothilfe. Insgesamt erhalten dort nun 2.250 Haushalte Lebensmittel und Trinkwasser. In Gode unterstützen die SOS-Kinderdörfer sowohl die äthiopische Bevölkerung, als auch die somalischen Flüchtlinge. Zuletzt gab es unter den Hilfsbedürftigen Konflikte um die Verteilung der Lebensmittel. Zur Lösung dieser Konflikte kooperieren die SOS-Teams mit lokalen Behörden und Vertretern der Communities.